Ivanka Trump in Berlin: Bühne frei für die geballte Frauenpower

Treffen mit Angela Merkel und Máxima

Ob Frauen die besseren Politiker und Machthaber sind, das ist eine seit langem umstrittene Frage. Vielleicht ist aber an der These durchaus etwas dran. 

Man nehme nur mal den W20-Gipfel in Berlin, ein Treffen einflussreicher Frauen. Da stehen kurz nach dem Gruppenfoto am Dienstag schon mal drei mächtige Damen völlig unterschiedlicher Jahrgänge, geografischer Herkunft und politischer Positionen zusammen - zwischen zwei ihrer Staaten herrscht sogar richtig dicke Luft... und sie haben trotzdem für einen Moment Spaß zusammen, wie ein spannendes Foto beweist.

Ivanka Trump, die Tochter und Beraterin des US-Präsidenten (l-r) kommt neben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), IWF-Direktorin Christine Lagarde sowie der niederländischen Königin Maxima am 25.04.2017 in Berlin zum Woman 20 Dialogue Gipfel zur Stär
W20-Gipfel © dpa, Michael Kappeler, mkx pil

Wo bei männlichen Politikern vielleicht nur verkniffene Gesichter zu sehen wären, plaudern Präsidententochter Ivanka Trump (35, "Women Who Work"), Bundeskanzlerin Angela Merkel (62) und Königin Máxima der Niederlande (45) ganz locker miteinander. Donald Trump (70) hatte Merkel vor Wochen noch trotzig den Handschlag verweigert - und Ivanka erzählt nun ganz offensichtlich eine Anekdote, die die Kanzlerin in ehrliches Staunen versetzt. Das kann den deutsch-amerikanischen Beziehungen nur gut tun.

Das Trio gibt ein gemeinsames Bekenntnis ab

Erfolgreiche weibliche Führungskräfte - ebenfalls auf dem Foto zu sehen ist im Hintergrund IWF-Chefin Christine Lagarde (61) - treffen sich, um die Position von Frauen in der Wirtschaft zu stärken. Und sich kennenzulernen. Dass die Chemie zwischen Ivanka Trump und Angela Merkel stimmt, zeigte sich später auch bei einer Diskussionsrunde auf dem Podium. Wohlwollende Blicke und ermunterndes Zunicken hätten die beiden Frauen dabei bisweilen ausgetauscht, berichtet das "Handelsblatt". Daran änderten auch die Buhrufe aus dem Publikum nichts.

Am Ende gaben beide zusammen mit Máxima ein kleines Bekenntnis ab: "Ich denke, eine Feministin ist jemand, der möchte, dass alle Frauen die Chance haben, glücklich, und stolz auf sich selbst zu sein", sagte Máxima dem Bericht zufolge. Dann sei auch sie Feministin, habe Merkel eingestimmt. Und auch Trump bekräftigte: "Ich bezeichne mich selbst als Feministin!" - Offenbar hat sie also in einigen Fragen mit Angela Merkel mehr politische Gemeinsamkeiten als mit ihrem Vater - denn der sorgte mit frauenfeindlichen Standpunkten für Furore.

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