Ist Porsche schuld am Tod von Paul Walker? US-Gericht fällt erstes Urteil

Paul Walkers Tochter Meadow verklagte Porsche: US-Gericht fällt erstes Urteil
Trug Porsche eine Mitschuld an Paul Walkers Tod? © REUTERS, STRINGER

Paul Walker: Waren Sicherheitsmängel bei Porsche Schuld an seinem Tod?

Es war für die ganze Welt ein Schock, als am 30. November Paul Walker und sein Freund Roger Rodas bei einem Autounfall auf grausame Weise ums Leben kamen. Die beiden waren bei einer Spritztour in einem Porsche Carrera GT von der Fahrbahn abgekommen, gegen drei Bäume geknallt und noch im brennenden Autowrack verstorben. Die trauernde Witwe von Rodas verklagte den Porsche-Konzern wegen Sicherheitsmängel am Fahrzeug.

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Doch wie ein US-Gericht jetzt entschied, trug der Autohersteller Porsche keine Schuld am Tod von Schauspieler Paul Walker und Rennfahrer Roger Rodas. Es konnten keine Sicherheitsmängel am Auto nachgewiesen werden. Kristine Rodas hatte in der Anklageschrift angegeben, dass der Benzintank nicht ausreichend abgedeckt und geschützt gewesen sei und es nur so zu der Explosion im Wagen kommen konnte. Der Autopsie-Bericht hingegen beweist, dass Rodas nicht durch das Feuer starb, sondern durch ein "stumpfes Trauma".

Paul Walkers Tochter Meadow und Rodas' Familie verklagte Porsche: US-Gericht fällt erstes Urteil
Auch Paul Walkers Tochter Meadow (17) hatte gegen den Autobauer Porsche geklagt

Schuld sei lediglich die überhöhte Geschwindigkeit. Wie aus dem Unfallbericht hervorgeht, fuhren Rodas und Walker ungefähr 149 Kilometer pro Stunde – und damit doppelt so schnell wie es eigentlich erlaubt gewesen wäre.

Doch mit diesem Gerichtsurteil ist der Porsche-Konzern noch nicht ganz aus dem Schneider, denn auch die Tochter von Paul Walker, Meadow, und Walkers Vater haben gegen den Autobauer geklagt. Ein Urteil in diesem Verfahren steht allerdings noch aus. Vermutlich wird das Gericht aber auch in diesem Fall zu Gunsten von Porsche entscheiden.

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