Ist Nadja abd el Farrag nach ihrer Alkohol-Beichte wirklich trocken?

Nadja abd el Farrag will ohne Alkohol klarkommen
Nadja abd el Farrag will den Alkohol hinter sich lassen.

Nadja abd el Farrag: "Ganz ehrlich? Es fällt mir immer noch schwer"

Nie mehr Alkohol, sich nie mehr betäubten, endlich wieder frei denken können – das ist das Ziel von Nadja abd el Farrag. Nach ihrer Alkoholbeichte versucht die 50-Jährige, ohne Hilfe trocken zu bleiben, hat seit vier Wochen keinen Alkohol mehr getrunken. Doch sie steht ohne geregeltes Einkommen da und ohne Altersvorsorge. Aber die Menschen kennen sie und genau deshalb wird Nadja abd el Farrag noch immer für Events gebucht – wie zuletzt beim Züricher Oktoberfest. Kann sie es da schaffen, wirklich trocken zu werden?

- Anzeige -

Für eine Frau mit Alkoholproblemen ist das Oktoberfest nicht der ideale Ort. Das weiß auch Nadja abd el Farrag: "Ganz ehrlich? Es fällt mir immer noch schwer. Es ist jetzt drei oder vier Wochen her und alles hier trinkt Sekt, Wein und Bier und klar denke ich auch mal, da trinke ich auch mal ein Glas mit. Aber ich will es schaffen, ich habe es drei oder vier Wochen geschafft, aber ich will es durchziehen. Es fällt mir schwer, man kann es nicht von heute auf morgen ablegen, aber ich bin bis jetzt stolz auf mich und ich will es durchhalten", erzählt sie im RTL-Interview.

Doch wieso ist es für Nadja abd el Farrag überhaupt so weit gekommen? Und kann sie es wirklich schaffen, von heute auf morgen aufzuhören und alleine die Sucht bekämpfen? Zumindest ihre Managerin glaubt fest an Naddels Wandlung. "Auch wenn sie nur ein Glas trinkt, höre ich das sofort. Sie verändert den Tonfall, sie wird schneller und ungeduldiger. Ich kenne sie einfach schon sehr lange", so Andrea Meyer-Rinner. Trotzdem macht sie sich Sorgen: "Ich mache mir schon länger Sorgen um sie und ich bin glücklich, dass sie sich jetzt am Riemen reißt."

Naddels Managerin hofft, dass sie eine Therapie macht

Ist Nadja abd el Farrag wirklich trocken?
Nadja abd el Farrag will den Alkoholentzug alleine schaffen. © Getty Images, Sean Gallup

Für Suchtkranke sei es sehr klassisch, was jetzt in Nadja abd el Farrag vorgeht. Sie brauche keine Therapie sagt sie; sie sei nicht wirklich abhängig und könne deswegen einfach so aufhören mit dem Trinken. Da sie jedoch unter der ständigen Beobachtung der Öffentlichkeit lebt, scheint es fast so, als würden alle nur darauf warten, dass sie rückfällig wird. "Viele meinen, dass ich im Restaurant heimlich trinke oder was weiß ich nicht was. Aber ich gehe ja seit drei Wochen gar nicht mehr weg. Aber wenn ich weggehen würde, wäre die Verführung ja um so mehr. Aber ich gehe immer schön artig um acht oder neun Uhr ins Bett, knuddel meinen Hundi und gucke einen Abendfilm an und dann schlafe ich", erklärt sie bestimmt.

Statistisch gesehen schaffen es 80 Prozent aller Alkoholkranken nicht ohne Therapie. Ihre Managerin und zurzeit beste Freundin sieht Naddels Situation deshalb auch sehr kritisch: "Es wird sicher ein Rückfall kommen, man weiß das ja auch vom Medizinischen her und wir sind auch beraten worden. Ich werde aber auf sie einreden, dass sie eine langfristige Therapie macht unter ärztlicher Aufsicht."

Aber die 50-Jährige will keine Therapie machen. Doch immerhin hat sie die ersten ersten Schritte gemacht und sich eingestanden, dass sie ein Alkoholproblem hat. Jetzt will sie auch abstinent bleiben: "Wenn ich zu meinem Gehirn sage, dass ich es schaffen will, dann schaffe ich das auch", so Naddel. Ihre Managerin ist sich sicher: Mit einem Job und einem Mann an ihrer Seite wäre es leichter für Nadja abd el Farrag. Sie muss jetzt mit 50 wieder ganz von vorn anfangen. Aber ist sie auf einem guten Weg.

— ANZEIGE —