Ist Kachelmann am Ende seiner Kräfte?

Prozess hat Spuren hinterlassen

Während sich Ex-Wettermoderator Jörg Kachelmann zum Auftakt der Verhandlungen noch selbstbewusst und siegessicher gab, scheint spätestens jetzt der Prozess zunehmend an seinen Nerven zu nagen. Der 52-Jährige wirkt am 38. Verhandlungstag trotz vier Wochen Pause ziemlich entkräftet. „Als er die Kameras sah, blieb er wie versteinert stehen, er wirkte fast wie eine Wachsfigur. Er hat ganz deutlich drauf geachtet, dass seine linke Hand nicht zu sehen ist, an der er ja seit einigen Wochen seinen Ehering trägt“, berichtet Journalist Jörg Völkerling.

Der Grund für die Anspannung: Am 38. Verhandlungstag ging der Prozess für den Schweizer in eine entscheidende Phase. Sachverständige Luise Greuel hat hinter verschlossenen Türen eingeschätzt, wie glaubwürdig das Opfer Sabine W. ist. Die Ex-Geliebte von Kachelmann kann sich nämlich an entscheidende Details der angeblichen Vergewaltigung nicht mehr erinnern.

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Punktesieg für Jörg Kachelmann

Das magere Ergebnis von Luise Greuel: Es könnte sein, dass Sabine W. lügt oder eben auch nicht. Anwalt Schwenn wertet das jedoch als Punktsieg für Kachelmann: „Ich ordne es als weiteres entlastendes Zwischenergebnis für unseren Mandanten ein.“ Obwohl Kachelmann scheinbar so mies gestimmt in den Gerichtssaal kommt – es sieht so aus, als wäre der 38. Prozesstag durchaus positiv für ihn verlaufen. Am 27. Mai soll das Urteil fallen.

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