Iris Berben warnt vor Ruck nach Rechts

Iris Berben
Iris Berben © Cover Media

Iris Berben (64) glaubt, dass man über das Thema Fremdenfeindlichkeit immer wieder sprechen muss.

- Anzeige -

Gegen Fremdenfeindlichkeit

Die Schauspielerin ('Traumfrauen') ist seit über 30 Jahren mit dem jüdischen Geschäftsmann Gabriel Lewy liiert und setzt sich seit Jahren gegen Antisemitismus und Rassismus ein. Sie unterstützt unter anderem den Verein 'Gesicht zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland e. V.' und hielt Lesungen über Aufzeichnungen von Holocaust-Opfern. Bei der lit.Cologne-Gala wird sie nun auch über diese Themen sprechen, denn sie sieht durchaus eine Gefahr rechter Gruppierungen.

"Das Thema wird uns noch lange beschäftigen", erklärte die beliebte Filmdarstellerin im Interview mit dem 'Express'. "Wir sehen, was in Frankreich und anderen Staaten los ist, in denen in der Gesellschaft ein Ruck nach rechts immer spürbarer wird. Deshalb ist es so wichtig, immer wieder Themen aufzumachen, die was mit unserer Vergangenheit zu tun haben. Denn die Rattenfänger von heute arbeiten mit denselben Argumenten, die sie früher schon mal hatten."

Bereits im vergangenen Jahr gestand Iris Berben, dass sie wegen ihres Einsatzes und der Beziehung zu ihrem Lebenspartner mit Drohungen konfrontiert werde. "Unappetitliche, schmutzige, dumme, dumpfe Wünsche und Beleidigungen" erhalte sie. Der 'Bild am Sonntag' verriet sie damals außerdem, dass die Drohungen früher noch anonym an sie geschickt wurden, heute aber sogar mit Absender bei ihr landen. "Man schämt sich heute nicht mehr für antijüdische Äußerungen", stellte sie fest, machte aber auch klar, dass der Großteil der Deutschen sich absolut vom Antisemitismus abgrenze.

Dabei vermisse sie allerdings mehr Einsatz gegen Neonazis. "Man muss diesen Neonazis sagen: Ihr steht gegen so eine starke, große Mauer. Ihr kommt gegen uns nicht an", forderte Iris Berben. "Das fehlt manchmal ein bisschen."

Cover Media

— ANZEIGE —