Iris Berben fordert gleiche Chancen …

Iris Berben
Iris Berben © Cover Media

Laut Iris Berben (63) müsse sich in Deutschland noch viel ändern, damit Frauen den Kinderwunsch mit ihren Karriereplänen vereinen können.

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… für Frauen und Männer

Die Schauspielerin ('Es kommt der Tag') rührt momentan die Werbetrommel für ihren neuen Film 'Miss Sixty' und in diesem Zusammenhang sprach der Star über die aktuelle Diskussion um die immer später gebärenden Frauen. In 'Miss Sixty' spielt Berben eine Molekularbiologin, die mit 60 beschließt, zum ersten Mal Mutter zu werden. Für die Darstellerin trifft die Geschichte einen wunden Punkt in unserer heutigen Gesellschaft. Dass Frauen selbst den Zeitpunkt für das Kinderkriegen bestimmen wollen, ist ihrer Meinung nach ein öffentliches Thema und hängt damit zusammen, dass viele Frauen heutzutage erst einmal Karriere machen wollen, bevor sie Windeln wechseln. In einem Interview mit der 'B.Z.' erklärte sie ihren Standpunkt zu der Frage, ob Beruf und Familie miteinander vereinbar sind: "Für Frauen, die Kinder bekommen und eine Zeit lang aus dem Beruf draußen sind, ist eventuell der Punkt verpasst, dort weiterzumachen, wo sie beruflich aufgehört hatten. Das ist tatsächlich anders als bei Männern, weshalb die Diskussion in der Öffentlichkeit immer mehr eingefordert wird. Mit diesem gesellschaftlichen Problem muss man sich auseinandersetzen", befand sie.

Berben kritisierte, dass Frauen und Männer nach wie vor nicht die gleichen Chancen hätten und es schwierig sei, Kinderwunsch und Karriere zu vereinen. Mit der richtigen Organisation sei es aber möglich, sie selbst ist dafür ein gutes Beispiel: "Also, ich habe es ja auch geschafft. Aber das hat mit Organisation zu tun und wird sicherlich nicht in jedem Beruf gehen. Es gibt aber immer noch zu viele Kompromisse, die Frauen eingehen müssen … In einem Land wie unserem muss sich also noch viel ändern."

Die gebürtige Detmolderin bekam 1971 ihren Sohn Oliver (42), den sie vier Jahre allein großzog. Oliver Berben ist heute Filmproduzent und seit 2009 Geschäftsführer der Produktion bei Constantin Film. Mutter und Sohn arbeiten auch zusammen, wie zum Beispiel in dem Fernsehfilm 'Der Wagner-Clan - Eine Familiengeschichte', der zu Beginn des Jahres ausgestrahlt wurde. Hier zeigt sich, dass die beiden nicht nur privat sondern auch beruflich ein tolles Team sind. Die Schauspielerin arbeitet offensichtlich gern mit ihrem Sohn zusammen und beide ergänzen sich hervorragend: "Ich würde nicht sagen, dass ich Oliver etwas in seine Hände gegeben habe. Aber ich weiß, dass ich bei Oliver in guten Händen bin. Ich freue mich, dass er eine so starke Haltung hat. Er hat einen guten Instinkt, auf den ich mich auch verlasse. Wahrscheinlich unterscheiden wir uns darin, dass Oliver mit seinem Instinkt auch Geld verdienen muss. Bei mir richtet sich mancher Instinkt rein auf das Kreative. Ich gehe sicher zu nachlässig mit der Wirtschaftlichkeit um. Aber ich bin ja auch keine Produzentin…", erklärte die stolze Mutter in einem früheren Interview mit der 'Bild'.

Ab dem 24. April ist der neue Film 'Miss Sixty' von Iris Berben in den deutschen Kinos zu sehen.

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