Hollywood Blog by Jessica Mazur

Innenansichten eines In-Clubs

Innenansichten eines In-Clubs
Innenansichten eines In-Clubs

von Jessica Mazur

 

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Ich war am Samstagabend im Hollywood Club AREA. Das Area, direkt am Melrose Place, gilt im Moment als 'THE place to go to'. Ach ja? Na, das wollen wir doch mal sehen...

Mein persönliches Area-Testurteil im Einzelnen:

1.) Die Location: Sehr schick, sehr weiß, viel Glas, viel Holz. Das alles konnte ich mit einem Blick erkennen, denn als ich den 'club du jour' gegen halb zwölf Uhr nachts betrat, war der Laden, obwohl draußen haufenweise Leute standen, drinnen so gut wie leer. Der Grund: das AREA ist gerade 'very hip', deshalb sind die Türsteher (die man hier Party-Promoter nennt) natürlich 'very streng'. Gegen Mitternacht füllte sich der Laden, gegen halb eins war es brechend voll, gegen halb zwei ging das Licht an (Hollywood hat ja schließlich Sperrstunde) und um Punkt zwei hieß es Abmarsch nach Hause.

2.) Das Publikum: Viele Frauen, wenig Männer. Viel Haut, wenig Kleidung. Viel Busen, wenig Natur... Ich schwöre, ich habe noch nie im Leben so viel Silikon gepaart mit langen blonden Paris-Hilton-Haarextensions auf einem Mal gesehen. Eine Freundin erklärte mir, dass es für diese Sorte Mädels in Hollywood eine eigene Bezeichnung gibt: 'BLOND DING-DONG' oder kurz BDD. Well, im AREA ist definitiv ein BDD-Nest!

3.) Flirtchancen: Für die wenigen Männer ziemlich gut, für die vielen Mädels so mittel. Aber selbst als Mann kann es zu Problemen bei der Kontaktaufnahme kommen. An der Bar wurde ich Zeuge, des folgenden Gesprächs: Er: "Hey, what's up" BDD (strahlend): "Hiiiiiii!" Er: "Kann ich dir einen Drink kaufen?" BDD: "Sure, Champagne!" ...drei Minuten später... BDD: "Was machst du beruflich?" Er: "Ich bin Koch." BDD: "Oh." Er: "Was denn?" BDD: "Verdient man da viel?" Er: "Naja..." BDD: "Bye!" Und weg war sie...

Promifaktor: Ein paar amerikanische Soap-Stars, die vermutlich niemand erkannt hätte, wenn sie nicht ihre Bodyguards um ihren Tisch platziert hätten. Quasi die hollywoodsche Art, auf sich aufmerksam zu machen ;-)

Mein AREA-Gesamturteil lautet somit: ein eindeutiges NAJA! Werde ich wiederkommen? Ich glaube nicht. Aber das muss ich auch gar nicht. Hollywood-Clubs haben im Allgemeinen eine Haltbarkeit von sechs bis acht Monaten. Das heißt, in ein paar Wochen ist das Area Geschichte und es gibt den nächsten 'place to go to'. Und das werde ich dann natürlich auch machen, man will ja schließlich mitreden können ;-)

Viele Grüße aus Lalaland von Jessica Mazur

Innenansichten eines In-Clubs
© Bild: Jessica Mazur