'Inferno', 'Bridget Jones' Baby' und 'Doctor Strange': Das sind die Kino-Tipps im Oktober

Die Kino-Tipps im Oktober
Bridget Jones (Renée Zellweger) kann sich nicht über zu wenig Hilfe ihrer Anbeter beschweren © STUDIOCANAL GMBH/ Giles Keyte, SpotOn
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Inferno, Bridget Jones' Baby

Selten hat zuletzt ein Kino-Monat ein bunteres Potpourri an vielversprechenden Filmen geboten. So soll auf Horror-Aficionados nach 17 Jahren endlich der legitime Nachfolger des Überraschungshits "The Blair Witch Project" warten. Mit Bridget Jones (Renée Zellweger) und Robert Langdon (Tom Hanks) in "Inferno" finden zudem zwei berühmte Romancharaktere ihren Weg zurück auf die Leinwand. Animationsfreunde sehnen dagegen den Start von "Trolls" herbei, Benedict Cumberbatch als Superheld "Doctor Strange" dürfte auch den ein oder anderen Cineasten ins Kino locken. Und dann wäre da noch ein echter Geheimtipp, der schon hoch bei den Oscars gehandelt wird...

"Blair Witch", 6. Oktober

Zwanzig Jahre sind vergangen, seit Heather Donahue und ihre Freunde in "The Blair Witch Project" in den Black Hills Wäldern verschwunden sind. Ihrem Bruder lässt ihr Schicksal aber keine Ruhe und so macht sich James zusammen mit seinen Freunden Peter und Ashley sowie der Filmstudentin Lisa auf, den düsteren Wald zu durchsuchen. Glauben sie anfangs nicht an die gängigen Gruselgeschichten, müssen sie schon bald am eigenen Leib erfahren, dass die Legende um die Hexe von Blair schreckliche Realität ist.

Einschätzung:

"The Blair Witch Project" aus dem Jahr 1999 hat mit dem "Found Footage"-Film quasi im Alleingang eine gesamte Unterkategorie des Horror-Genres begründet. Doch 17 Jahre sind eine verdammt lange Zeit, in denen Trittbrettfahrer wie "Paranormal Activity" und Konsorten diese Art des Films bis zur Ermüdung ausgereizt haben. Ob nach all den Jahren also bei "Blair Witch" überhaupt noch Raum für Innovationen ist, darf zumindest angezweifelt werden.

"Inferno", 13. Oktober

Robert Langdon (Tom Hanks) erwacht in einem italienischen Krankenhaus, sein Gedächtnis ist wie leer gefegt. Gemeinsam mit der jungen Ärztin Sienna Brooks (Felicity Jones) hofft er, seine verlorenen Erinnerungen zurückzuerlangen. Denn die sind dringend notwendig, schließlich versucht ein Wahnsinniger (Ben Foster) mit Hilfe einer weltweiten Seuche, die mit Dantes "Inferno" zusammenhängt, die Weltbevölkerung drastisch zu dezimieren.

Einschätzung:

Im neusten Kino-Abenteuer "Inferno" des genialen Robert Langdon will nun also Dantes "Göttliche Komödie" nach versteckten Botschaften durchforstet werden. Neben Hanks versammelt Star-Regisseur Ron Howard mit Felicity Jones und Ben Foster zwei Darsteller, die viel von ihrem Fach verstehen. Für Fans der Vorgänger und/oder der Romanvorlage ist "Inferno" eine absolute Pflicht im Oktober.

"Bridget Jones' Baby", 20. Oktober

Als wäre der Alltag von Bridget Jones nicht schon chaotisch genug, muss sich die Londonerin urplötzlich mit der Tatsache herumschlagen, dass sie ein Baby erwartet. Mehr noch überfordert sie jedoch der Fakt, dass sie keine Ahnung hat, wer der Vater sein könnte. Vielleicht wirklich Marc Darcy (Firth), oder doch der charismatische Jack Qwant (Dempsey)?

Einschätzung:

Nach "Schokolade zum Frühstück" (2001) und "Am Rande des Wahnsinns" (2004) mussten sich Fans von Bridget Jones' Abenteuern auf ihren dritten Kinoauftritt ungleich länger gedulden. Satte zwölf Jahre hatte man auf die brisante Dreiecksbeziehung der charmanten Chaotin verzichten müssen. Umso klarer natürlich, dass die Anhänger dem Wiedersehen mit ihrer ungewöhnlichen Heldin entgegenfiebern. Dass eine lange Wartezeit und der damit gesteigerte Hype nicht immer förderlich ist, zeigte zuletzt "My Big Fat Greek Wedding 2". "Bridget Jones' Baby" sollte aber nicht zuletzt dank der starken Besetzung einen Blick wert sein.

"Trolls", 20. Oktober

Die kultigen Trollpuppen, die in der Vergangenheit als Spielzeug äußerst beliebt waren, erleben ihr erstes Kinoabenteuer. Darin verschlägt es ein ungleiches Paar bestehend aus dem Außenseiter Branch (Justin Timberlake) und die allseits beliebte Poppy (Anna Kendrick) auf ein Abenteuer quer durch die kunterbunte Trollwelt - und darüber hinaus. Stets hilfreich auf ihrer schwierigen Mission: ihre der Schwerkraft trotzenden, farbenfrohen Mähnen.

Einschätzung:

Sieht man sich den Trailer und die Bilder zu "Trolls" an, bekommt man fast Diabetes, so zuckersüß wirkt die Welt, die DreamWorks darin erschaffen hat. Ähnliches galt aber auch über weite Strecken des Films "Ralph reichts", und darin konnte sehr wohl eine wichtige Botschaft trotz Knuddel-Optik verbaut werden. Wenn das "Trolls" ebenfalls schafft, dürfte dem nächsten großen Erfolg nichts im Wege stehen. Zumal im englischen Original mit Justin Timberlake und Anna Kendrick zwei absolute Weltstars die putzigen Trolle vertont haben.

"Doctor Strange", 27. Oktober

Ein schrecklicher Autounfall stellt das Leben des brillanten Neurochirurgen Dr. Stephen Strange (Benedict Cumberbatch) völlig auf den Kopf. Denn dieses einschneidende Erlebnis eröffnet ihm nicht nur magische Fähigkeiten, sondern gewährt ihm einen Einblick in eine komplett neue, geheimen Welt. Doch dass seine unbändigen Fähigkeiten auch böse Kräfte auf den Plan rufen, ist unumgänglich...

Einschätzung:

Mit "Doctor Strange" kommt nun also der nächste berühmte Comic-Held aus dem Marvel-Universum ins Kino. Dass allzu fantastische Geschichten mit zu viel Computeranimationen nicht immer gut ankommen, bewies das Negativ-Beispiel "Green Lantern". Gespannt darf man hier sein, ob die richtige Balance gefunden werden kann und ob ein quasi allmächtiger Zauberer auf der Leinwand genauso gut funktionieren kann wie auf dem Comic-Papier. Mit Cumberbatch als Titelfigur hat man zumindest die bestmöglichen Voraussetzungen für einen Erfolg an den Kassen geschaffen.

Geheimtipp: "Hell or High Water", 20. Oktober

Das Bruderpaar Tanner (Ben Foster) und Toby (Chris Pine) schicken sich an, für das Wohl ihrer Familie all die Banken auszurauben, die das Land ihrer hoch verschuldeten Sippe zwangsversteigern ließen. Allerdings haben sie diese Rechnung ohne den gnadenlosen Texas Ranger Marcus Hamilton (Jeff Bridges) gemacht, der so kurz vor seiner Pensionierung einen letzten Triumph feiern will.

Einschätzung:

Ein Cop, der kurz vor der Rente steht und einen letzten Fall lösen will: Das klingt im ersten Moment doch recht altbacken und klischeebeladen. Doch der herausragende Cast um Pine sowie den Darstellern Bridges und Foster, die mit "Crazy Heart" beziehungsweise "The Messenger" bereits unter Beweis stellen konnten, wie gut sie tiefgründige Figuren mimen können, verspricht hochwertige Filmkost. Halb Thriller, halb Charakterstudie - das klingt ausgesprochen interessant. So gilt "Hell or High Water" in Fachkreisen schon als guter Anwärter im Rennen um einen Goldjungen bei den Oscars im kommenden Jahr.

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