Immer mit vollem Einsatz – die Erfolge des Iggy Pop

Godfather of Punk Iggy Pop
Alles über die Karriere von Iggy Pop © picture alliance / Geisler-Fotop, DyD Fotografos/Geisler-Fotopress

Ein Punkrocker mit Bühnenpräsenz

Seit der Auflösung seiner Band ‘The Stooges’ war Iggy Pop als Solokünstler aktiv, immer mit einer Band im Hintergrund. Jim Morrisons provokant-aggressive Art auf der Bühne inspirierte ihn in früheren Zeiten und prägte seine Bühnenshows, bei denen er sich bis zur Erschöpfung verausgabte.

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Drogenexzesse festigten den Ruf des eher schmächtigen Künstlers als unberechenbarer Rebell. In Europa wurde er durch seinen Kumpel und Mentor David Bowie bekannt, der ihn aus dem Drogensumpf zog und beim Plattenlabel RCA unterbrachte. Zu seinen größten musikalischen Erfolgen vor der Jahrtausendwende zählten ‘The Idiot’ und ‘Lust for Life’ aus dem Jahr 1977, die in Großbritannien Platz 30 und 28 der Charts erreichten, ‘Blah Blah Blah’ (1986), ‘Brick by Brick’ (1990) und ‘Avenue B’ (1999). Spätestens seit seinem Soundtrack für den Film ‘Trainspotting’ (1996) war Iggy Pop auch der jüngeren Generation ein Begriff. Ein Charts-Überflieger wurde er jedoch nie.

2007 erfolgte die Reunion mit seinen alten Bandkollegen und das Comeback-Album ‘The Weirdness’ entstand. In dieser Zeit erfuhr die Band die Beachtung, die ihr schon in den Sechziger-Jahren zugestanden hätte. Bereits einige Jahre zuvor ließ sich Iggy Pop von den Fans und der Musikindustrie erweichen und komponierte vier Songs mit den Asheton-Brüdern für sein Soloalbum ‘Skull Ring’. Im Januar 2009 starb ‘The Stooges’-Gitarrist Ron Asheton im Alter von 60 Jahren überraschend an Herzversagen. Wenige Monate nach dem Tod des Freundes und Bandkollegen beendete Iggy Pop seine Trauer mit dem Album ‘Preliminaires’, auf dem er einen musikalischen Abstecher in die Welt der Chansons machte, der einige Jahre später mit ‘Aprés’ wiederholte. Im März 2010 wurde der ‘Old man of Punk’ in die ‘Rock and Roll Hall of Fame’ aufgenommen.

2014, das Jahr, in dem der Punk-Rebell 67 Jahre alt wurde, starb Schlagzeuger und Gründungsmitglied Scott Asheton, der eine riesige Lücke in den Herzen der Fans hinterließ und auch dem agilen, sehnigen Punk-Rocker zeigte, dass das Leben endlich ist.

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