"Im Labyrinth des Schweigens" im Rennen um den Oscar

"Im Labyrinth des Schweigens" im Rennen um den Oscar
Regisseur Giulio Ricciarelli mit seiner Ehefrau Lisa Martinek beim Deutschen Filmball in München © ddp images

Regisseur Giulio Ricciarelli (50) darf sich freuen: Sein Debütfilm "Im Labyrinth des Schweigens" wird als deutscher Beitrag in das Rennen um den Auslands-Oscar geschickt. Die Jury begründet ihre Entscheidung damit, dass es sich um ein "gewissenhaft recherchiertes", vor allem aber ein "spannendes und bewegendes Drama" handele. Der Film erzählt die Geschichte eines deutschen Journalisten, der versucht, einen ehemaligen KZ-Aufseher vor Gericht zu bringen. Über die Nominierung dürfte sich Ricciarellis Frau Lisa Martinek (43, "Lautlos") genauso gefreut haben: Schließlich spielt die Schauspielerin in dem Film selbst eine Rolle.

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"Victoria" chancenlos

Früh aus dem Rennen schied der Kino-Erfolg "Victoria" von Sebastian Schipper (47, "Ein Freund von mir"). Grund war der zu hohe Anteil englischer Sprache in dem Drama. Der an einem Stück gedrehte Streifen folgt einer Gruppe deutscher Jungs, die eine Spanierin im Berliner Nachtleben kennenlernen. Da Victoria kein Deutsch spricht, unterhalten sich alle meistens auf Englisch. Bei für den Auslands-Oscar nominierten Filmen ist eine Englischquote von 40 Prozent erlaubt, die "Victoria" mit 49 Prozent knapp überschreitet.

Die Jury-Entscheidung für "Im Labyrinth des Schweigens" kommt einer offiziellen Nominierung nicht gleich. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Los Angeles wählt die Nominierten aus den Einsendungen aller Länder aus. Am 28. Februar 2016 wird dann der Gewinner bei der 88. Oscar-Verleihung gekürt.

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