Iggy Pop – der ‘Godfather of Punk’

Iggy Pop auf der Bühne
Dies ist die Biografie von Iggy Pop © picture alliance / dpa, Ferdy Damman

Wird der ‘Grand old man of Punk’ im Alter brav?

Der am 21. April 1947 in Muskegon, Michigan als James Newell Osterberg geborene Iggy Pop wurde zuerst als Frontmann der Punkrock-Band ‘The Stooges’ bekannt. Sein Künstlername lehnte sich an eine Schülerband an, die er 1962 unter dem Namen ‘Iguanas’ mit Klassenkameraden gründete – daher stammt auch der Spitzname ‘Rock Iguana’.

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Zu dieser Zeit mochte er noch Blues und spielte Schlagzeug. 1967 gründete er mit den Asheton-Brüdern ‘The Psychedelic Stooges’ und trat ausnahmslos mit nacktem Oberkörper auf. Die Progressiv-Rockband ‘The Stooges’ brachte nur drei Alben heraus und löste sich 1974 auf. Seitdem war und ist er als Solokünstler unterwegs und schauspielerte nebenbei in mehreren Filmen.

Iggy Pop besaß eine Anziehungskraft, die er sich selbst nicht erklären konnte und die ihm vor allem nichts nützte, denn in einem Interview verriet er: ‘Für Oralsex muss ich bezahlen. Die hübschen Groupies haben immer die anderen.’ Dass er Sex mit David Bowie und Mick Jagger gehabt haben sollte, entpuppte sich als ein hartnäckiges Gerücht, das ausführlich in Büchern zerpflückt wurde. Seine beiden Ehen scheiterten und um seinen einzigen Sohn kümmerte er sich lange nicht. Nach der späten Versöhnung mit seinem Sprössling sowie dem Tod langjähriger Bandmitglieder überraschte der exaltierte Rebell seine Fans plötzlich mit sanften Tönen. Er nahm unter anderem das Album ‘Aprés’ (2012) mit französischen Chansons auf und interpretierte die Lieder mit Inbrunst, Witz und einem Augenzwinkern.

In einem Alter, in dem sich die meisten Leute längst im Ruhestand befinden, startete Iggy Pop noch mal richtig durch. Der ‘Godfather of Punk’ präsentierte seine Songs immer mit vollem Körpereinsatz, Blessuren inbegriffen. Seine Fans liebten ihn für diese Präsenz.

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