"Ich hatte mehr Angst vor Meryl als vor dem Werwolf"

"Ich hatte mehr Angst vor Meryl als vor dem Werwolf"
© Anita Bugge/WENN.com, AB6/HSS

Emily Blunt: "Vor Meryl Streep hatte ich mehr Angst als vor dem Werwolf"


Emily Blunt kennen die meisten als die karrierebewusste Assistentin Emily an der Seite von Meryl Streep in „Der Teufel trägt Prada“. Als mutige junge Gwen reicht sie im Horror-Remake "Wolfman“ als einzige dem Werwolf (gespielt von Benicio del Toro) die Hand. Dabei ist Emily Blunt im wahren Leben eine quirlige und gut gelaunte Britin, die gar nicht so mutig ist wie ihre Rolle. Im Interview erzählt sie Elke Feldmann, was ihr wirklich Angst macht, warum sie sich den Film nicht ansehen konnte und wie sie behaarte Männer findet.

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Was ist so sexy an haarigen Männern?

Oh mein Gott. Mit haariger Mann meinen Sie in diesem Fall wohl Benicio del Toro, oder!? Ich weiß, ich breche viele Frauenherzen, weil ich das Objekt seiner Begierde im Film sein durfte. Aber die Antwort auf die Frage ist echt schwer. Manche Menschen mögen es haarig, manche mögen lieber gar kein Haar. (grübelt und grinst schlemisch).

Und was ist mit Ihnen?

Männer wie den Wolfman mag ich nicht, das sind mir definitiv zu viele Haare.

Und wie viel Biest sollte in einem Mann stecken?

Ich glaube, dass jeder von uns diese tierischen Instinkte in sich hat. Es hängt davon ab, wie sehr man ihnen erlaubt heraus zu kommen.

Was war beängstigender: mit Benicio del Toro oder mit Meryl Streep zu drehen?

Meryl Streep! Definitiv! Ich weiß nicht genau warum. Wenn sie mich mit ihren durchdringenden Augen angeschaut hat, dachte ich immer, mein Gehirn schmilzt. Aber eigentlich muss ich sagen: Ihre Filmfigur Miranda Priestley ist beängstigend, Meryl nicht, sie ist großartig.

Spätestens seit Ihrer Globe-Nominierung für "The Young Victoria" kennt man auch Sie in Hollywood. Das ruft auch Paparazzi auf den Plan. Wie erleben Sie das?

Damit kann ich leben. Ich finde das oft sogar sehr lustig. Das Absurdeste, was ich gehört habe, war, dass Anne Hathaway und ich ein Paar sein sollten, kurz nachdem wir uns beide von unseren damaligen Freunden getrennt hatten. Meine absolute Lieblingsgeschichte (lacht)! Da können die immer wieder auftauchenden Gerüchte, ich sei schwanger, leider nicht mithalten. Mich haben die britischen Paparazzi nie wirklich belagert. Das bekomme ich in Los Angeles schon mehr zu spüren. Dort hängen sie vor meinem Haus ab, vor allem aber, weil mein Verlobter dort ein Top-Schauspieler ist.

"Ich hatte mehr Angst vor Meryl als vor dem Werwolf"
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Sie sind erst kürzlich mit ihrem Freund John Krasinski nach Los Angeles gezogen. Was vermissen Sie als Britin dort am meisten?

Den Sinn für Humor. Los Angeles ist ein toller Ort zum Relaxen. Man lebt gesund, kann durchatmen und veranstaltet mit Freunden permanent Barbecues.

Was macht Ihnen Angst?

Bienen und Wespen. Wenn wir zu einem Barbecue gehen, denke ich immer: Oh Gott, ich werde wieder die einzige sein, die drinnen isst. Diese Tiere machen mir echt Angst.

Und bei Filmen?

Schneewittchen. Nein, im Ernst: Ich mag keine Gruselfilme. Als Kind habe ich Freddy Krüger in "Nightmare on Elmstreet" gesehen. Ich habe tagelang nicht einschlafen können. Und nach "Scream“ hatte ich dann die Nase ganz voll.

Und dann machen Sie in einem Horrorfilm mit?

Ja, das ist verrückt, nicht!? Als wir den Film gedreht haben, war es ja auch gar nicht so gruselig. Aber als ich den Film dann fertig gesehen habe, hab ich selbst Gänsehaut und Angst bekommen. Gott, was hab ich getan?

Gab es schon ein Angebot für einen Bond-Film?

Nein, aber das wäre großartig, ich liebe James Bond. Seit ich vier bin, bin ich verrückt danach, wie mein Vater, der ist ein totaler Bond-Fan.

Herzlichen Dank für das Gespräch.

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