"Ich bin wohl am ehesten Rihanna"

"Ich bin wohl am ehesten Rihanna"
Wolfgang Joop inszeniert sich gerne © ddp images

"Heidi Klum sticht nicht hervor, sie trägt den typischen sexy L.A.-Look", erklärt Wolfgang Joop (70) im Interview mit der Zeitschrift "Gala". Und damit begründet der Designer auch, warum seine "GNTM"-Kollegin keinen Platz in seinem neuen Buch "Dresscode" erhalten hat. Darin würdigt der gebürtige Potsdamer seine zwölf persönlichen Stil-Ikonen, darunter etwa Diane Keaton, Lena Dunham, Herzogin Kate. Bei Model-Mama Klum stelle er sich hingegen die Frage: "Hat sie ein Vorbild in Amerika gefunden, oder wurde sie gar zum Vorbild?"

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Joop macht den Stil-Check

Auch US-Präsidenten-Gattin Michelle Obama, die als First Lady des Stils gilt, fand von Joop keine Beachtung. "Rein modisch untersucht, ist sie sehr durchschnittlich angezogen", meint der Designer. Das kann man von Popstar Rihanna beim besten Willen nicht behaupten. Die Sängerin ist eine der zwölf von Joop ausgesuchten Stil-Ikonen und er kann auch erklären, warum: "Ich wollte sie als Kontrast zu den anderen zeigen. Frauen wie sie, die von der Natur gesegnet sind, haben durch ihre physische Schönheit oft solch ein Selbstbewusstsein, dass sie ihrem Look überhaupt nicht misstrauisch sind."

Aber im gleichen Atemzug kritisiert Joop Rihanna in der "Gala" auch hart. Sie gehöre nämlich zu den Stars, die so aufgepimpt sind, dass "sie immer weniger Persönlichkeit zeigen, weil jeden Tag Karneval oder Sexmesse ist". Auf Dauer finde der Designer das "etwas entwürdigend". Trotzdem sieht er bei seinem eigenen Stil Parallelen zur Popsängerin. "Also, ich bin wohl am ehesten Rihanna, wenn ich ganz ehrlich bin. Ich inszeniere mich gerne, auch wenn ich manchmal nicht weiß, wie es wirkt. Aber ich gehe sehr souverän mit meinen Fauxpas um!" Joops Buch "Dresscode" ist ab Montag im Handel erhältlich.

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