'Ice Age 4 - Voll Verschoben': Piraten und Teenie-Drama

'Ice Age 4 - Voll Verschoben': Piraten und Teenie-Drama

3 von 5 Punkten

Faultier Sid (gesprochen von Otto Waalkes), Säbelzahntiger Diego und Mammut Manni stürzen sich nun schon zum vierten Mal in neue Abenteuer. Mit 'Ice Age 4 - Voll Verschoben' liefert Regisseur Steve Martino ('Horton hört ein Hu') eine nette Fortsetzung, die jedoch hinter den Erwartungen zurückbleibt.

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Das rattenähnliche Eichhörnchen Scrat ist mal wieder der Auslöser für eine Riesen-Katastrophe: Seine niemals endende Suche nach der perfekten Haselnuss führt diesmal durch eine Reihe unglücklicher Umstände zur Verschiebung der Kontinentalplatten. Ausgerechnet zwischen den drei Hauptfiguren und dem Rest der Herde reißt der Boden auf, so dass Sid, Manni und Diego auf einer großen Eisscholle aufs Meer hinaustreiben. Von da an setzen die drei Freunde alles daran, ihren Weg zurückzufinden, bekommen es dabei aber mit einer fiesen Piratenbande zu tun.

Der Film beginnt nicht gerade vielversprechend: So geht es vor allem um Mannis pubertierende Teenie-Tochter Peaches, die sich langsam für "Jungs" interessiert und deswegen die allseits bekannten Probleme mit dem strengen Herrn Papa bekommt. Das macht aus dem sonst kindgerechten Film ein etwas nerviges Teenie-Drama mit Herzschmerz und Liebeschaos. Sogar der gefühlskalte Säbelzahntiger Diego darf sich zum ersten Mal richtig verlieben. Blöd nur, dass die Tiger-Dame der feindlichen Piratentruppe angehört.

Zu den Highlights im gesamten Film zählen die Szenen mit Scrat, dessen aussichtlose Jagd nach der Haselnuss erneut der Running Gag ist. Zwar darf das unschöne Eichhörnchen im vierten Teil der 'Ice Age'-Reihe ein paar Minuten länger auf der Leinwand herumwuseln als sonst, trotzdem hätte man gerne noch mehr von dem tollpatschigen Nager gesehen. Auf Sids nervtötende und senile Großmutter, die unglücklicherweise mit den drei Hauptcharakteren auf der Eisscholle festsitzt, hätte man dagegen gut und gerne verzichten können.

Die 3D-Effekte, die stärker als je zuvor zum Einsatz kommen, entschädigen jedoch für so manche Schwächen. Immer wieder springen einem Objekte förmlich ins Gesicht. Der Regisseur setzt mehr auf Slapstickeinlagen und Teenie-Probleme als auf verbale Witze. Das soll wohl vor allem ältere Kinder ansprechen. Behält man die Zielgruppe im Hinterkopf, ist der Film ein nett gemachtes Animations-Abenteuer, das allerdings nicht wirklich im Gedächtnis bleibt.

Von Mariana Jang

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