Hollywood Blog by Jessica Mazur

Hurra, Paris Hilton ist nicht mehr meine Nachbarin

Hurra, Paris Hilton ist nicht mehr meine Nachbarin
Hurra, Paris Hilton ist nicht mehr meine Nachbarin

von Jessica Mazur

 

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Jetzt ist sie weg und wir sind wieder allein, allein... Nachdem die letzten Tage große 'WALTERS Tranfer & Moving'-Trucks vor Paris Hiltons altem Haus standen, kann ich heute vermelden: Der Umzug ist abgeschlossen. Das war's, the heiress has left the building. Alles was übrig ist, sind circa 20 leere USPS (United States Postal Service)-Boxen neben den Mülltonnen, in denen Paris vermutlich die Fanpost-Massen geliefert wurden, die sich während ihres Knast-Aufenthaltes angesammelt hatten.

Die Route der 'Home of the Stars'-Touristen-Busse führt zwar immer noch am Haus vorbei, aber ansonsten ist es ruhig geworden in der Kings Road. (Die Straßen darf man jetzt ja wohl nennen, war eh das am schlechten schlechtesten gehütete Geheimnis Hollywoods...)

Obwohl, was heißt ruhig? Ich begrüße es zwar, dass jetzt keine Helikopter mehr am Himmel kreisen (was in den Hollywood Hills ja auch gerne ein Zeichen dafür ist, dass es mal wieder irgendwo brennt), aber Paris Hiltons Verschwinden aus der Nachbarschaft heißt dennoch nicht, dass es hier jetzt langweilig wird. Das hier ist schließlich Hollywood, die Stadt der Schönen, Reichen...und Bekloppten ;-) Und die gibt es hier an jeder Ecke. Ein paar Beispiele aus meiner Straße gefällig? Bitte sehr:

Am Ende der Sackgasse, in der ich lebe, wohnt zum Beispiel ein Typ, der seine Dollars im Musikgeschäft verdient, sagt er. Da das Haus mehrere Millionen wert ist, müssen die Geschäfte wohl gut laufen, DACHTE ich. Bis vor ein paar Wochen, mitten in der Nacht sieben Police-Cars und vier Feuerwehrwagen mit heulenden Sirenen durch die Straße rauschten und sich herausstellte, dass der Typ sein Geld mit illegalen Poker-Nächten, inklusive Hookers und Drogen-Handel macht. Sex, Drugs & Rock'n'Roll, live und in Farbe, wie schön ;-)

Meine Nachbarin zur Rechten handelt zwar nicht mit Drogen (glaube ich), hat dafür aber ein sehr fragwürdiges Verhältnis zu ihrer Mülltonne. Vor ein paar Tagen hämmerte die Dame an meine Tür, um mich „freundlich“ darauf hinzuweisen, dass ihre Tonne für mich Sperrzone wäre! Häh? Ich hatte das Ding noch nicht mal angefasst. Das scheint sie anders zu sehen, denn seit gestern klebt ein Schild an der Tonne, auf dem steht: I'll haunt you down..., was soviel heißt wie „Ich werde dich aufspüren!“ Alles klar, Columbo!?!

Außerdem hätte ich noch zu bieten: einen Multimillionär, der sein Haus jedes Wochenende für Porno-Drehs vermietet, um noch einen Dollar nebenbei zu machen, einen im gleichen Gewerbe arbeitende Schauspieler, der jeden Morgen um sieben vor seinem Haus Karate Kid spielt, einen stets schlecht gelaunten alten Kauz, der aus seinem Bentley heraus die Hecke schneidet, ganz egal, ob er damit die ganze Straße blockiert, Hauptsache Air Condition, und natürlich die typische „eine-Schönheits-OP-pro-Monat-muss-drin-sein“- Blondine mit kleinem Kläffer.

Ja, so sieht es aus, mein Hollywood Hills Neighbourhood. Passte Paris doch eigentlich ganz gut rein, oder? Aber die zieht es ja jetzt ins fancy-spancy Beverly Hills, wo die Menschen noch schöner, noch reicher und vermutlich auch noch bekloppter sind ;-) So long, Paris. Mach et juht...

Viele Grüße aus Lalaland von Jessica Mazur

Hurra, Paris Hilton ist nicht mehr meine Nachbarin
© Bild: Jessica Mazur