Hunde-Streit in Australien: Keine Verurteilung für Johnny Depps Frau

Hunde-Streit in Australien: Keine Verurteilung für Johnny Depps Frau
Amber Heard und Johnny Depp beim Palm Springs International Film Festival im Januar © Jaguar PS / Shutterstock.com

Da ist Amber Heard (29, "Magic Mike XXL") noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Im Prozess um die illegale Einreise ihrer beiden Hunde nach Australien kam es nicht zu einer Verurteilung, wie "The Sydney Morning Herald" berichtet. Die Schauspielerin erschien im australischen Southport gemeinsam mit Ehemann Johnny Depp (52, "Mortdecai - Der Teilzeitgauner") vor Gericht. Nach der Urteilsverkündung lächelten die beiden und umarmten sich glücklich.

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Sie gab vor Gericht Fehler zu

Heard hatte zuvor vor Gericht Fehler eingeräumt und zugegeben, die Quarantäne-Papiere für die Yorkshire-Terrier Boo und Pistol gefälscht zu haben. Im Gegenzug für das Schuldeingeständnis wurde die Anklage wegen illegaler Einreise fallen gelassen. "Ich erkenne an, dass Sie die australischen Behörden nicht bewusst täuschen wollten. Und ich erkenne zudem an, dass Sie keine Person sind, die denkt, dass Sie über dem Gesetzt stehe", erklärte die Richterin. Ihr wurde lediglich ein Monat gutes Benehmen aufgebrummt. Sollte die Schauspielerin gegen die Auflagen verstoßen, muss sie eine Strafe von 1.000 Dollar zahlen.

 

 

Vor dem Gerichtstermin hatten Depp und Heard eine Videobotschaft aufgenommen, in der sie sich in aller Form für ihr Fehlverhalten entschuldigten. Diese wurde auch im Gerichtssaal abgespielt und ist nun im YouTube-Kanal des australischen Ministeriums für Landwirtschaft und Wasserressourcen zu finden. In dem Clip erklärt das Ehepaar, dass Australien ein einzigartiger Ort auf dieser Welt sei, der unter allen Umständen geschützt werden müsse. Deswegen seien die strengen Einreiseauflagen als Sicherheit für das dortige Ökosystem in jedem Fall zu achten. Wenn man das australische Gesetz missachte, werde man dafür zur Rechenschaft gezogen.

 

Eine lange Geschichte

 

Heard hatte im Mai 2015 die Hunde im Privatjet nach Australien gebracht, um Depp am Set des fünften Teils von "Fluch der Karibik" zu besuchen. Der Fall wurde zufällig aufgedeckt und schlug hohe Wellen. Australiens Landwirtschaftsminister Barnaby Joyce drohte damals sogar damit, die beiden Terrier einschläfern zu lassen, sollten sie nicht umgehend das Land verlassen. Heard wollte daraufhin nie wieder auf den fünften Kontinent reisen. Sie ruderte jedoch im Dezember zurück und soll Medienberichten zufolge erklärt haben, sie respektiere die Gesetze in Australien.

In Australien gelten hohe Sicherheitsbestimmungen bei der Einreise von Tieren. Um das Einschleppen von Krankheiten zu verhindern, müssen Katzen und Hunde, die zum Beispiel aus den USA kommen, zehn Tage in Quarantäne bleiben. Der Fall sorgte weltweit gleichermaßen für Belustigung und Empörung. Es gab sogar eine Online-Petition, die sich für das Überleben der beiden Hunde einsetzte.

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