Hollywood Blog by Jessica Mazur

Houston-Tochter Bobbi Kristina in der Kritik

Houston-Tochter Bobbi Kristina in der Kritik
© Bildquelle: Wenn

von Jessica Mazur

Oprah Winfreys Interview mit Bobbi Kristina nur drei Wochen nach dem Tod ihrer Mutter Whitney Houston war auf den ersten Blick ein voller Erfolg. Nie zuvor konnte Oprahs eigener Sender OWN mehr Zuschauer vor die Fernseher locken und höhere Einschaltquoten verbuchen. Die amerikanischen Fernsehzuschauer waren offensichtlich ganz scharf darauf, zu hören, was Bobbi Kristina zu sagen hatte, wenn sie für Oprah wie groß angekündigt zum ersten Mal ihr Schweigen brechen würde. Insofern man überhaupt von 'Schweigen' sprechen kann, wenn eine 19-Jährige nach dem Tod ihrer Mutter drei Wochen lang keine Interviews gibt...

- Anzeige -

Doch ebenso zahlreich wie die Zuschauer, sind am Tag nach dem gesendeten Interview auch die Kritikerstimmen. Oprah Winfrey, in der Regel die 'Mutter Theresa' des US Fernsehens, wird vorgeworfen, ihre guten Verbindungen zur Houston-Familie benutzt zu haben, um viel zu früh auf ein Interview mit Bobbi Kristina zu drängen. Bobbi Kristina ist nur Mittel zum Zweck, um die Quoten anzukurbeln, wird einer von vielen Kritikern auf 'Examiner.com' zitiert, Lasst das Kind in Ruhe trauern. Die US Medien, wie zum Beispiel die 'Washington Post', werfen Winfrey hingegen vor, dass sie dem Mädchen nicht eine einzige kritische Frage gestellt hat. Zum Beispiel zum Drogenkonsum ihrer Mutter oder zu ihrem eigenen Krankenhausaufenthalt nur wenige Stunden nach deren Tod. Obwohl Oprah Winfrey durchaus als taffe Interviewerin bekann ist, wirkte ihr Gespräch mit Bobbi Kristina eher wie ein nettes Geplänkel unter Nachbarinnen.

Doch nicht nur Oprah geriet heute in die Schusslinie der US Medien. Auch Bobbi Kristinas Beweggründe für das Interview wurden hinterfragt. Einige Portale empfanden Bobbi, die beteuerte, dass sie ihre Mutter noch immer bei sich spüre, als ein wenig zu abgeklärt. Auf 'Examiner.com' heißt es: Sie präsentierte sich mit vollem Make up und auffallend gefasst für jemanden, der gerade seine Mutter verloren hat. Haben wir ein Kind gesehen voller unverarbeiteter Emotionen in der Verdrängungsphase? Oder sahen wir eine gut trainierte Schauspielerin, die gelernt hat, in der Öffentlichkeit eine Fassade aufrecht zu erhalten, wie es ihre Mutter seit Jahren getan hat? Die Tatsache, dass Bobbi Kristina während des Interviews ankündigte, das Vermächtnis ihrer Mutter mit Singen und Schauspielerei fortführen zu wollen, wurde ebenfalls von vielen als Zeichen gedeutet, das Interview diente lediglich der Selbstdarstellung.

Doch allen Kritikern zum Trotz sind sowohl Oprah Winfrey als auch Bobbi Kristina Berichten zufolge happy mit dem erfolgreichen Interview. Und das ist doch das Wichtigste. Eine Hand wäscht die andere, wen interessieren da noch die wahren Hintergründe? Viele

Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur.

Houston-Tochter Bobbi Kristina in der Kritik
© Bild: Jessica Mazur