Hollywood Blog by Jessica Mazur

Horror-Jobs in Hollywood

Horror-Jobs in Hollywood
Horror-Jobs in Hollywood

von Jessica Mazur

Autsch, was tun mir die Füße weh! Ich gebe zu, ein Satz, der mir seitdem ich in LA lebe 'dem Epizentrum des jede Strecke mit dem Auto fahren's', eher selten über die Lippen kam. Heute hatte ich aber gar keine andere Möglichkeit, als mich meiner deutschen Wurzeln zu besinnen und zu Fuß zu gehen, denn ich war zusammen mit meiner Mutter in den Universal Studios, der selbsternannten 'Entertainment-Hauptstadt LAs'. Die Universal Studios befinden sich im Valley von LA und bestehen genau genommen aus zwei Bereichen: den eigentlichen Studios, in denen jeden Tag Serien wie 'Desperate Housewives' und 'Ghost Whisperer' produziert werden, aber auch Blockbuster, wie 'War of the Worlds' und 'Jurassic Park' gedreht wurden und dem dazugehörigen Vergnügungspark, in dem man Shows besuchen und Achterbahn fahren kann. Eine echte hollywoodianische Touri-Attraktion also (die mit 64,00 Dollar Eintritt, wie sich das für eine Touri-Attraktion gehört,  natürlich auch leicht überteuert ist...;-)) Aber Spaß gemacht hat's trotzdem, mal einen Blick auf die Arbeitsplätze von Teri Hatcher, Jennifer Love Hewitt, Adam Sandler (der dort gerade seinen neusten Film dreht) und Co. zu werfen und alten Bekannten, wie dem weißen Hai (super, wieder zwei Wochen Alpträume...) und Shrek 'hello' zu sagen.

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Mitleid in solchen Parks habe ich allerdings immer mit den armen Gestalten, die den lieben langen Tag in diesen Ganzkörper-Kostümen durch die Gegend laufen und irgendwelche bekannten Filmfiguren, wie die Simpsons oder Spongebob mimen, mit denen sich die Besucher dann fotografieren lassen können. Was für ein Horror-Job...

In den meisten Fällen sind das natürlich irgendwelche arbeitslosen Schauspieler - die gibt es in Hollywood ja praktischerweise wie Sand am Meer,  die sich so ihren Unterhalt verdienen, bevor der BIG BREAKTHROUGH kommt. Aber vermutlich ist Mitleid an dieser Stelle völlig fehl am Platz, denn erstens können diese Leute vor ihren Freunden und Familien Zuhause wenigstens schon mal behaupten, in der Entertainment Industrie zu arbeiten, und zweitens: sollte tatsächlich irgendwann einmal der große Durchbruch kommen, dann macht sich so ein Nebenjob natürlich ganz hervorragend in der Vita. Das beste Beispiel dafür ist schließlich kein geringerer als Brad Pitt! Der verdiente sich seine Brötchen in jungen Jahren schließlich auch als überlebensgroßes Hühner-Maskottchen einer mexikanische Fast Food Kette...

Mir hat's auf jeden Fall Spaß gemacht, am heutigen Feiertag - wir haben nämlich Columbus Day - in LA einen Tag lang Tourist zu spielen - bis auf die schmerzenden Füße versteht sich!

Naja, Morgen kann ich ja zum Glück wieder JEDEN Meter mit dem Auto fahren. (Ups, meine ganz persönliche Amerikanisierung scheint Fortschritte zu machen...;-))

Viele Grüße aus Lalaland.

 

Horror-Jobs in Hollywood
© Bild: Jessica Mazur