Hollywood Blog by Jessica Mazur

Hollywood ist im Fußballfieber

Hollywood ist im Fußballfieber
Hollywood ist im Fußballfieber

von Jessica Mazur

Langsam,aber wirklich GANZ langsam kommt auch in Hollywood ein bisschen Fußballfieber auf. So habe ich am Donnerstag nach dem Spiel Deutschland – USA immerhin an zwei Häusern in den Bergen über dem Sunset Boulevard amerikanische Fahnen hängen sehen. Und mitten auf dem Laurel Canyon Boulevard lag einsam und verlassen eine handgroße Deutschlandfahne. Wie gesagt: nicht viel, aber immerhin!

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Auf der Viewing-Party in den Hollywood Hills, zu der ich eingeladen war, waren wir Deutsche auch deutlich in der Überzahl. Auf ein Dutzend „Tschörmäns“ kamen ganze drei Amerikaner, zwei davon meine in LA geborenen Kinder (allerdings in Deutschland-Trikots :-).

Doch auch in der US-Presse findet die WM immer mehr statt. So titelte die 'Huffington Post' heute groß: "USA survives Group of Death" und sprach gleich mal von einer "Soccer Nation". Naja, daran müssen wir wohl noch ein bisschen arbeiten. Aber immerhin erfährt das amerikanische Team Unterstützung von immer mehr Promis. So postete Josh Duhamel kurz vor dem Anpfiff heute Fotos von sich und seinem süßen Sohn Axl in US-Jerseys. Und selbst der amerikanische Präsident Barack Obama ließ ein Foto veröffentlichen, wie er an Bord der Airforce One das Spiel verfolgte. Und auch die Jonas Brothers und 'Modern Family'-Star Sarah Hyland posteten Selfies von sich in Trikots der amerikanischen Nationalmannschaft. Und gleich nach dem Spiel twitterten Stars, wie Justin Timberlake, Pete Wentz und Hugh Jackman ihren Support. Na also, geht doch. Vielleicht schaffen Klinsis Jungs es ja doch noch, einen kleinen Fußballhype auszulösen.

Es gibt allerdings auch das andere Extrem. So erschien in der US-Presse heute ein Artikel der Kolumnistin Ann Coulter, in dem es doch allen Ernstes hieß: "Das wachsende Interesse am Fußball kann nur ein Zeichen für den moralischen Verfall des Landes sein" und "Ich verspreche euch: Kein Amerikaner, dessen Urgroßvater in Amerika geboren wurde, schaut heute Fußball. Man kann nur hoffen, dass diese neuen Amerikaner Englisch lernen und ihren Fußball-Fetisch ablegen." So dämlich, dass es schon fast wieder amüsant ist. Und warum diese harsche Kritik? Weil es beim Fußball laut Coulter angeblich keine Helden und keine Einzelleistung gibt, und man das Rumgerenne auf dem Platz eigentlich nicht Sport nennen kann. Ist klar... Ihr seht also, Soccer hat in den USA noch einen weiten Weg vor sich. Aber mit Hilfe von Jürgen Klinsmann und immer mehr Promis steigt das Fußballfieber in den nächsten Wochen vielleicht doch noch etwas an... Ich werde auf jeden Fall versuchen, meinen Teil dazu beizutragen, ole ole :-)

Viele Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur

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