Hollywood Blog by Jessica Mazur

'Hollywood goes green'

'Hollywood goes green'
'Hollywood goes green'

von Jessica Mazur

In Amerika hieß es heute wie in über 150 anderen Ländern auch: Happy Earth Day! Überall in Los Angeles pflanzten Menschen Bäume, vor den Supermärkten wurden Flyer mit Umwelttipps verteilt, und auf dem Santa Monica Pier finden schon seit dem Wochenende Feierlichkeiten und Konzerte im Namen des Earth Days statt.

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Aber nicht nur am Earth Day, sondern auch an den restlichen 364 Tagen im Jahr wird das Thema Umweltschutz in Hollywood ja seit ein paar Jahren groß geschrieben. Kein Wunder, denn immer mehr Celebrities haben erkannt, dass man mit dem Thema ganz prima sein Image aufpolieren kann... Die Tage, an denen Umweltschützer als Öke-Möken oder wie man hier so schön sagt "Tree Hugger" abwertend belächelt wurden, sind längst vorbei, und "environment-friendly" ist absolut IN. Deshalb kann man mittlerweile auch fast in jedem Interview lesen, wie sich die Stars laut eigenen Angaben für die Umwelt stark machen.

Nun ist es mit dem Umweltschutz ja ein bisschen so wie mit dem Thema Charity. Die Promis, die am lautesten quaken und auf ihre ökologischen Wohltaten hinweisen, sind oftmals die, die am wenigsten machen. So gibt es immer wieder Promis, die sich selbst überschwänglich auf die Schulter klopfen, weil sie einen umweltfreundlichen Hybrid fahren. Das ist zwar einerseits sehr löblich, andererseits vergessen aber viele zu erwähnen, dass sie den Wagen 1. in den meisten Fällen vom Händler geschenkt bekommen haben (die meisten Celebrities bekommen ihre fahrbaren Untersätze schließlich for free vor die prominente Nase gesetzt) und 2. das Öko-Auto Zuhause vor ihrer Millionen Dollar Villa mit fünf Schlafzimmern, Pool, Dampfbad und Privatkino parken...;-)

Aber es gibt natürlich auch Promis, die nicht nur reden, sondern auch Taten sprechen lassen. Wie Leonardo DiCaprio zum Beispiel, der immer ganz vorne mit dabei ist, wenn es um das Thema Umweltschutz geht und sich nicht nur gerade ein öko-freundliches Appartement in New York zulegte, sondern mit "The 11th Hour" auch seine eigene Umwelt-Doku auf den Markt brachte. Oder Edward Norton, der hier in Los Angeles eine Organisation ins Leben gerufen hat, die jedes Mal, wenn sich ein Hollywood-Star ein Solarsystem ins Haus einbauen lässt, ein zweites Solarsystem an eine weniger gut betuchte Familie spendet. Nicht schlecht...

Und grundsätzlich ist es ja auch richtig, dass die Hollywood Stars ihren "guten Namen?"benutzen, um das Umweltbewusstsein zu fördern, denn hier in Hollywood müssen die Supermärkte mit Geldgewinnen und Gutscheinen locken, damit die Leute ihre eigene Einkaufstasche mitbringen. Es wäre also durchaus von Vorteil, wenn "Hollywood Goes Green" ein Trend ist, der mal länger als ein/zwei Saisons hält.

Und wer weiß, welche Celebrities in Zukunft noch auf den Umweltschutz-Zug aufspringen... Eines Tages verzichtet Naomi Campbell vielleicht noch darauf, ihre Mitmenschen zu verprügeln, um Energie zu sparen und Lindsay Lohan leert nicht nur zahlreiche Flaschen, sondern trennt sie danach auch noch. Das wäre doch wirklich sehr vorbildlich .. ;-)

Viele Grüße aus Lalaland von Jessica Mazur.

 

'Hollywood goes green'
© Bild: Jessica Mazur