Hollywood Blog by Jessica Mazur

Hollywood-Blog on tour: Franjo & Verona: Ist Schadenfreude typisch deutsch?

Hollywood-Blog on tour: Franjo & Verona: Ist Schadenfreude typisch deutsch?
Hollywood-Blog on tour: Franjo & Verona: Ist Schadenfreude typisch deutsch?

von Jessica Mazur

Ich muss mich heute doch noch mal zu den Eheleuten Pooth äußern. Nachdem Veronas grammatikalisch kompetentere Hälfte ja ganz offensichtlich jeden Tag für neue Schlagzeilen sorgt, gibt es an diesem Thema einfach kein Vorbeikommen... Und nach einer Woche zurück in Deutschland habe ich bemerkt, dass Franjos Insolvenzverschleppung, die Eigenanzeige wegen Steuerhinterziehung und jetzt auch noch die ominöse Briefkastenfirma in London, zu der Franjo mit Koffern voller Geld gereist sein soll, hier bei vielen doch ein permanentes Gesprächsthema ist. Und wie reagieren die Deutschen auf 'Mr. 19 Millionen Euro Schulden'? Nun, soweit ich das miterlebt habe, in 99% der Fälle mit Schadenfreude...!

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Nun ist Schadenfreude ja etwas, was wir 'Germans' gerne mal empfinden ;-), es hat schließlich seinen Grund, dass wir ein Wort für die Freude über die Misere eines anderen haben, während es in anderen Sprachen, wie z.B. im Englischen keine Übersetzung dafür gibt. Aber was soll man im Falle von Franjo Pooth auch sonst empfinden? Mir persönlich fällt es zumindest schwer, Mitleid für jemanden zu haben, dessen Situation einzig und allein daraus resultiert, dass er oder sie den Hals nicht voll genug bekommen konnte. Verona und Franjo konnten sich doch nun wirklich alles leisten, was sie wollten, schließlich hat Madame ihre operierte Nase oft genug ins Werbefernsehen gehalten. Aber ganz offensichtlich war hier 'verdammt viel' noch nicht genug...

Aber damit stehen die beiden ja nicht alleine da. Nehmen wir zum Beispiel Andrea Kiewel. Die bis dato sympathische Moderatorin kassierte Berichten zufolge pro Fernsehgarten-Show über 16.000 Euro, von der Gage für andere Moderationen und diversen Werbeverträgen ganz abgesehen. Und dann setzt sie sich vor die Kamera und macht Schleichwerbung, nur um NOCH MEHR Geld zu scheffeln? Gut, heute sagt sie, das war alles ein riesiger Fehler, aber was ist denn los mit diesen Leuten, dass es überhaupt soweit kommt?

Ein anderes Beispiel: Lou Pearlman. Der amerikanische Musikmogul, der mit Boybands wie N`Sync und den Backstreet Boys Millionen machte und eigentlich nichts weiter zu tun gehabt hätte, als seinen dicken Bauch irgendwo im Süden mit einem Cocktail in der Hand in die Sonne zu halten, verstrickte sich in dubiose Geschäfte und brachte Anleger und Banken um 300 Millionen Dollar! Nun muss er, wie jetzt bekannt wurde, für 25 Jahre in den Knast. Richtig so! Genug Zeit, um sich zu überlegen, was er mit seinem vielen Geld alles Schönes hätte anfangen können.I

Ich habe das Gefühl, mit den dicken Geldbündeln auf der Bank ist es bei vielen ähnlich wie mit Schönheitsoperationen. Wer einmal etwas davon hatte, kann danach nicht genug davon bekommen. Doch selbst meine Oma wusste schon: Manchmal ist weniger einfach mehr!Ich bin auf jeden Fall gespannt, mit welcher Meldung aus dem Hause Pooth wir nach dem Wochenende wieder überrascht werden,... und ich bin mir nicht sicher, ob ich sie dann zurückhalten kann, meine Schadenfreude...;-)

Viele Grüße aus dem Schaumburger Land von Jessica Mazur

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© Bild: Jessica Mazur