Hollywood Blog by Jessica Mazur

Hollywood-Blog on Tour: Alles im Sinne des Kings - vor allem Geld machen!

Hollywood-Blog on Tour: Alles im Sinne des Kings - vor allem Geld machen!
Hollywood-Blog on Tour: Alles im Sinne des Kings - vor allem Geld machen!

von Jessica Mazur

Der heutige Tag unseres Roadtrips von der West- zur Ostküste der Vereinigten Staaten, stand ganz unter dem Motto: doppelt hält besser. Auf unserem Tagesplan standen nämlich gleich zwei Staaten: Arkansas und Tennessee, die Wohnorte zweier großer Männer des Landes: Little Rock, wo Bill Clinton aufgewachsen ist und Memphis, einstige Heimat von Elvis und die dazugehörigen Stätten, die an die beiden erinnern sollen: das William J. Clinton Presidential Center und Graceland!

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Zuerst ging's ins Clinton Museum in Little Rock, ein Besuch auf den ich mich schon gefreut hatte, da ich gelesen habe, dass es dort einen exakten Nachbau des Oval Office gibt und ich schon immer mal am Schreibtisch des Präsidenten Platz nehmen wollte. Daraus wurde aber leider nichts, denn das Betreten des Raumes war streng verboten :-(. Dafür hatte ich aber die Möglichkeit, auf dem Stuhl des Präsidenten am Kabinettstisch Platz zu nehmen. Kein schlechtes Gefühl..., vielleicht sollte ich einmal darüber nachdenken, es Schwarzenegger gleichzutun und in die Politik zu wechseln. Mir sind auch gleich diverse Gesetzesentwürfe in den Sinn gekommen, die durchaus Sinn machen würde. Keine Steuern beim Kauf von Klamotten und Schuhen zum Beispiel. Okay, ich gebe zu, das würde eher mich persönlich, als Amerika nach vorne bringen, aber so ähnlich hat George Bush ja auch regiert, oder...?

Der Besuch im Bill Clinton Museum hat sich also durchaus gelohnt (auch wenn ich trotz eingehender Suche nirgends das berühmte 'Kleid mit dem Fleck' von Monica Lewinsky finden konnte. Komisch...). Dasselbe kann ich von Graceland aber leider nicht behaupten, denn den Besuch im Elvis Presley's Haus empfand ich als herbe Enttäuschung. Was für eine Geldmacherei! Der Eintritt alleine kostet knapp 30 Dollar, für die man sich dann im unteren Teil des Hauses umschauen und Elvis' goldene Schallplattensammlungen betrachten darf. Wer sich Elvis' Autos anschauen möchte, muss extra blechen, dasselbe gilt für die beiden Flugzeuge, die auf dem Anwesen rum stehen. Fotos dürfen auch nicht überall gemacht werden. Dafür stehen Fotografen bereit, deren Fotos man dann später für 15 Dollar käuflich erwerben kann... Dass man durch riesige Elvis Presley Souvenirläden laufen muss, um Graceland zu betreten oder zu verlassen, muss ich da wohl gar nicht erst erwähnen. Ich würde ja gar nichts sagen, wenn ich irgendwo einen Hinweis darauf gefunden hätte, dass ein Teil der Einnahmen irgendeinem guten Zweck zugute kommt, der Förderung von jungen Musikern oder der Nachbarschaft in Memphis z.B. (bis auf Graceland herrscht auf dem Elvis Presley Boulevard nämlich echte Armut. Viele Läden stehen leer, die Gebäude sind heruntergekommen und überall sieht man Obdachlose auf der Straße), aber ich konnte nichts dergleichen finden.

Stattdessen verkaufte Lisa Marie Presley das Ganze vor zwei Jahren zu 85% an den Milliardär Bob Sillerman, dem die 35 Millionen Dollar, die Graceland im Jahr abwirft - das Haus ist nach dem White House die meist besuchte Privatresidenz in den Staaten - anscheinend nicht reichen und sich eigenen Angaben zufolge fest vorgenommen hat, daraus ein zweites Disney Land zu machen. Love me tender... and show me the money, oder was? Also mein Ding war es nicht, aber Priscilla Presley soll gesagt haben, dass das alles im Sinne des Kings passieren würde. Na dann...

Bei uns ist jetzt erstmal wieder im Auto sitzen angesagt, denn als nächstes geht es über Nashville, Tennessee nach North Carolina. Genug Zeit also für mich, mir über weitere Gesetze für meine Karriere in der Politik Gedanken zu machen... Hm, mal überlegen, Gesangsverbot für Paris Hilton, 'oben ohne' Zwang für Clooney, Pitt und Co.... ;-) Viele Grüße vom Highway 40 in Tennessee.

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© Bild: Jessica Mazur