Hollywood an Ostern: Die besten Bibelfilme mit Russell Crowe, Emma Watson und Co.

Ostern goes Hollywood: Die besten Bibelfilme
Bibel à la Hollywood: Russell Crowe als "Noah" © imago/ZUMA Press, SpotOn

Legendäre Klassiker

Eine der am häufigsten verfilmten Literaturvorlagen der Kinogeschichte ist die Bibel: Jesus' Leben, Moses Abenteuer, Noahs Mut und Gottes wundersame Wege inspirieren seit jeher Filmemacher auf der ganzen Welt. Ob eine spannende Charakterstudie oder ein monumentaler Epos - es gibt Klassiker, die seit Generationen gerne an Ostern angesehen werden. Mit dieser Auswahl der besten Bibelfilme können Sie die Feiertage getrost auf der Couch verbringen.

"Die letzte Versuchung Christi" von Martin Scorsese

Wie so oft war es auch im Genre der Bibelfilme Martin Scorsese, der mit seinem Klassiker "Die letzte Versuchung Christi" Maßstäbe gesetzt hat: Mit Willem Dafoe als Jesus von Nazareth, Harvey Keitel als Judas, David Bowie als Pontius Pilatus und Peter Gabriel als Komponist der Filmmusik sorgte der Streifen 1988 für Zündstoff und Blasphemie-Vorwürfe. Denn Jesus wird darin als ein Mensch dargestellt, der an seiner Berufung als Sohn Gottes zweifelt, als Zimmermann auch für die Römer arbeitet, die von Barbara Hershey gespielte Maria Magdalena begehrt, sich zunächst dem Tod am Kreuz entzieht und stattdessen eine Familie gründet - mit drei verschiedenen Frauen. Um Himmels Willen, Jesus ein normaler Mann?

"Die Zehn Gebote" mit Charlton Heston und Yul Brynner

In der Verfilmung des alttestamentarischen Stoffs "Die Zehn Gebote" von 1956 spielt Charlton Heston den Abenteurer Moses und Yul Brynner seinen Widersacher Ramses, als dessen Adoptivbruder Moses aufwächst. Als er Jahrzehnte später seine leibliche Familie - allesamt israelitische Sklaven - besuchen will, spricht Gott aus einem brennenden Busch zu ihm: Er soll bei der Gelegenheit das israelische Volk aus der ägyptischen Gefangenschaft befreien. Tapfer besteht er das Abenteuer, teilt das Rote Meer und hält die zwei Steintafeln, während Gott seine zehn Gebote mit flammenden Blitzen einbrennt. Nicht umsonst hat der Film den Oscar in der Kategorie "Beste Spezialeffekte" bekommen. Später verfilmte Ridley Scott den Stoff neu.

"Barabbas" mit Anthony Quinn

"Barabbas": Ein Historienschinken aus dem Jahr 1962 mit einem Budget von zehn Millionen Dollar, der in Sachen Produktionsaufwand gleich nach "Spartacus" kommt. Aber die Geschichte des Räubers Barabbas beginnt nicht in Rom, sondern im biblischen Jerusalem. Dort lässt Pontius Pilatus eines Tages sein Volk entscheiden, ob er den Schwerverbrecher Barabbas, gespielt von Anthony Quinn, oder den Aufrührer Jesus von Nazareth begnadigen soll. Der Mob entscheidet sich für Barabbas und statt ihm wird der Religionsstifter gekreuzigt. Zurück auf seiner schiefen Bahn wird Barabbas in den Schwefelminen Siziliens für zwanzig Jahre an einen anderen Sträfling gekettet, wird durch Zufall Gladiator in Rom und beeindruckt Kaiser Nero. Eine satte Abenteuergeschichte, für die der Autor Pär Lagerkvist 1951 den Literatur-Nobelpreis erhalten hat.

"Die Passion Christi" von Mel Gibson

Nachdem "Die Passion Christi" im Jahr 2004 Premiere gefeiert hatte, war schnell Schluss mit lustig: Als Skandalfilm bezeichnet, sah er sich mit Vorwürfen des Antisemitismus und der Gewaltverherrlichung konfrontiert. In Mel Gibsons Regiewerk spielt James Caviezel die letzten zwölf Stunden des Jesus von Nazareth, und Monica Bellucci mimt seine Maria Magdalena in sündhafter Weiblichkeit. Vom Abendmahl über den Garten Gethsemani und den verräterischen Judaskuss bis zu den 14 Stationen des Kreuzweges - Mel Gibson kennt keine Gnade, was die schonungslose Nahaufnahme angeht. Nichts für schwache Nerven.

"Noah" mit Russell Crowe

Den Film "Noah" aus dem Jahr 2014 sollte sich niemand entgehen lassen. Er überzeugt nicht nur durch die Starbesetzung um Oscar-Gewinner Russell Crowe als Noah. An seiner Seite brillieren Anthony Hopkins als Methusalem und "Harry Potter"-Star Emma Watson. Die 3D-Fassung erfasst die Geschichte um den Arche-Bauer und Sintflut-Bezwinger in beeindruckender Bildgewalt.

"Exodus: Götter und Könige" von Ridley Scott

In Ridley Scotts Bibelverfilmung "Exodus: Götter und Könige" wird die Geschichte des Abenteurers Mose und der Zehn Gebote neu erzählt. In dem Epos spielt der frühere "Batman"-Darsteller Christian Bale Mose, der sein Volk aus der Knechtschaft des Pharaos Ramses befreit. In weiteren Rollen sind Sir Ben Kingsley, Sigourney Weaver und "Breaking Bad"-Star Aaron Paul zu sehen.

Monty Python's "Das Leben des Brian"

Nicht zu vergessen: Monty Python's "Das Leben des Brian" aus dem Jahr 1979. Eine Komödie, die es sich dank der Narrenfreiheit der britischen Blödeltruppe erlaubt, den schweren Stoff aus Blut, Peitschen, Kreuzigungen, Plagen und Dornenkronen etwas aufzulockern. Die Drehbuchvorlage namens Bibel wird um einen Nebenschauplatz erweitert und mit meisterhaft schwarzem Humor ausgemalt: Durch eine Aneinanderreihung von Missverständnissen wird der naive und unauffällige Brian, der zur gleichen Zeit wie Jesus geboren wird, gegen seinen Willen als Heiland verehrt. Da er sich obendrein auch gegen die Unterdrückung durch die römischen Besatzer engagiert, wird er schließlich auch gekreuzigt. Aber hey, pfeif' drauf: "Always look on the bright side of life..."

spot on news

— ANZEIGE —