Höhle der Löwen: Was können Chilli Island, Babo Blue und Dr. Severin?

Höhle der Löwen: Was können Chilli Island, Babo Blue und Dr. Severin?
Die Löwen Frank Thelen, Vural Öger und Judith Williams (V.l.) verhandeln hart © VOX/Bernd-Michael Maurer

Als die erfolgreichen Unternehmer Jochen Schweizer, Judith Williams, Frank Thelen, Vural Öger und Lencke Steiner am Dienstagabend das Feuer im Kamin anzündeten, wurde es wieder heiß in ihrer Höhle: Denn in ihrer VOX-Show stehen die Self-Made-Millionäre kleinen Start-ups gegenüber, die versuchen ihr Produkt so überzeugend zu bewerben, dass die Raubkatzen sich festbeißen, Anteile kaufen und so Risikokapital investieren - und das nun schon in der zweiten Staffel. In der gestrigen Folge von "Die Höhle der Löwen" haben Dr. Severin, Chilli Island, Krass Fit, Mag'n'Tie und Babo Blue um die Gunst der Geldgeber geworben: Aber was verbirgt sich hinter diesen schrägen Namen? Wer bekam eine Abfuhr und in wen investieren die Raubkatzen sechsstellige Summen?

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Blausaufen und Intimrasuren

 

Babo Blue: Einfach mal blau saufen

 

Fünf Studenten des Brauereiwesens, eine WG und jede Menge Bier: Das klingt nach einer Bude, wie man sie im bayerischen Freising zuhauf findet. Denn hier steht die Studienfakultät für Brau- und Lebensmitteltechnologie, an der auch das enthusiastische Quintett studiert. Das Besondere daran ist, dass sie seit zwei Monaten insgesamt 50.000 Flaschen blaues Bier an den Mann gebracht haben, aus 60 Prozent Kölsch-Bier und 40 Prozent Limonade und jetzt von den Löwen 100.000 Euro für 10 Prozent Firmenanteile wollten. Die Raubtiere haben das blaue Radler namens "Babo Blue" probiert, an dem die Twens ein Jahr lang gefeilt haben - und siehe da, der Zaubertrunk wirkt Wunder: Das Start-up erhält von den Unternehmern Schweizer und Steiner insgesamt über 100.000 Euro zur Finanzierung des weiteren Wachstums. Na dann, Prost!

 

Chilli Island: Einsame Insel versickert im Sand

 

Aber nicht bei allen fließt das Geld wie Bier: Das österreichische Start-up "Chilli Island" hat ein Luxus-Elektro-Schlauchboot entwickelt, mit dem man zu zweit von überfüllten Stränden bequem auf's offene Meer flüchten kann. Samt Getränken, Musik, Handy und viel Fläche - aber ohne Liegekomfort. Denn als Schweizer mit Williams das Gefährt testliegt, urteilt er barsch: "Mir schläft hier gleich der Hintern ein." Nur eine Sitz-Position ist möglich, die auch das Kuscheln erschwert. Also springen alle Löwen ab - außer der Hotel-Magnat Öger, der für 90.000 Euro 26 Prozent der Firmenanteile kaufen will und dabei an seine Strandhotel-Ketten denkt. Die Düsentriebs aber wollen ihm stattdessen 35 Prozent Umsatzbeteiligung geben. "Habt ihr einen Knall?" ruft Thelen, der Rest der Jury lacht und das Start-up geht ohne Geld nach Hause.

 

Dr. Severin: Wo genau ist eigentlich der Intimbereich?

 

Diesen Deal hat der Luft- und Raumfahrttechnik-Student Peter Hart alias "Dr. Severin" den Löwen vorgeschlagen: 200.000 Euro für 5 Prozent Firmenanteile. Aber hier geht es um keine Mission ins Weltall, sondern um ein Aftershave-Balsam für den Intimbereich, dass Rasierpickel verhindert und in der Bio-Version ohne alle bösen Inhaltsstoffe ist. Der Internet-Unternehmer Thelen lässt sich von dem errötenden Studenten zunächst erklären, was der Intimbereich ist. Dann springen drei der Löwen ab: Zu klebrig, zu viel Eukalyptus, zu wenig Must-Have-Faktor. Sie überlassen das Fressen Williams, die Dr. Severin durch die Mangel nimmt, aber schließlich zusammen mit dem nun aufgeklärten Thelen in das Kosmetik-Produkt investiert. Das lief ja wie geschmiert.

 

Krass Fit und Mag'n'Tie gehen leer aus

 

Professionelle Unterstützung und Kapital braucht auch "Krass Fit": Die bieten extreme Hindernisläufe durch die Natur an, die man nur im Team gewinnen kann und wollen dafür von den Löwen 320.000 Euro für nur 5 Prozent der Firma. Aber den millionenschweren Höhlenbewohnern fehlen die Alleinstellungsmerkmale des Unternehmens, deshalb fällt "Krass Fit" krass durch. Und auch die unsichtbare Krawattennadel "Mag'n'Tie" findet im Raubtier-Rudel keinen Anklang: Zwei "Berufskrawattenträger", die erst 40 Stück ihrer magnetischen Erfindung verkauft haben und jetzt 200.00 Euro wollen, damit Krawatten nie wieder in Kaffeetassen oder Schredder geraten? Öger fasst zusammen: "Ich finde das Produkt wirklich total überflüssig". Auch für "Mag'n'Tie" gab's keine Mäuse von den Löwen.

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