"Hinter dem Spiegel": So wird der "Tatort" am Sonntag

"Hinter dem Spiegel": So wird der "Tatort" am Sonntag
Bewährungsprobe für Paul Brix: Lässt er sich von seiner Vergangenheit einholen? © HR/Degeto/Bettina Müller

In "Kälter als der Tod" durften sich die Ermittler erstmal in Ruhe gegenseitig beschnuppern, es herrschte Harmonie, gar Heiterkeit. Damit ist jetzt Schluss. In Frankfurt darf wieder gegrübelt, gewütet und mit alten Dämonen gekämpft werden - und zwar im "Tatort: Hinter dem Spiegel" (13.9., Das Erste, 20:15 Uhr).

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Ein neuer Fall aus Frankfurt

Die Dämonen suchen Paul Brix (Wolfram Koch) nämlich in Form eines alten Kollegen von der Sitte heim. Alles andere als ein fröhliches Wiedersehen, denn der ist auf der Flucht vor der russischen Mafia. Obwohl Brix in seiner Schuld steht, verweigert er die Hilfe. Anna Janneke (Margarita Broich) wird Zeugin des kurzen Gesprächs und bekommt Zweifel daran, wie sehr sie ihrem neuen Kollegen wirklich vertrauen kann. Und dann gibt es da ja auch noch einen Fall zu lösen...

 

Volles Programm

 

"Hinter dem Spiegel" schöpft aus den Vollen des Krimifundus: Morde, die wie Selbstmorde aussehen, ein von der Vergangenheit geplagter Kommissar, Korruption, fragwürdige Ermittlungsmethoden und als Sahnehäubchen auch ein Stelldichein mit der russischen Mafia.

Zu viel auf einmal? Keinesfalls, denn in dem intelligent bebilderten Krimi verliert der Zuschauer in den elegant verwobenen Handlungssträngen nie den Überblick. Regisseur Sebastian Marka und Autor Erol Yesilkaya, die auch schon für "Das Haus am Ende der Straße" verantwortlich zeichneten, setzen sowohl den Fall als auch Brix' Vergangenheit wie ein Puzzle nach und nach zu einem Ganzen zusammen.

Viel Aufmerksamkeit bekommt auch das Verhältnis zwischen den beiden Kommissaren, deren harmonische Zusammenarbeit aus ihrem ersten Fall schon jetzt auf eine harte Probe gestellt wird. Wie Engelchen und Teufelchen reden sie sich gegenseitig ins Gewissen: Janneke, die den Hitzkopf Brix mehr als einmal aus der Schusslinie zieht, und Brix, der Janneke beibringt "cojones", also Eier, zu zeigen. Sie ringen miteinander und mit sich selbst, irgendwo zwischen misstrauischen Widerwillen und perfekter Symbiose. Ob und wie das auf Dauer funktionieren kann, wird spannend zu beobachten sein.

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