Henning Baum: Ich lass' mich nicht veralbern

Henning Baum
Henning Baum © Cover Media

Henning Baum (42) kann sich mit seiner Filmfigur "sehr gut identifizieren".

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Genau wie meine Filmfigur

Der Fernsehstar ('Der letzte Bulle') wird in dem RTL-Kostümfilm 'Götz von Berlichingen' einen draufgängerischen Raubritter verkörpern und sprach im Interview mit 'Allgemeine Zeitung' über den berühmten Spruch seines Titelhelden aus dem Schauspiel 'Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand' von Johann Wolfgang von Goethe: "Er aber, sag's ihm, er kann mich im Ars**** lecken!"

Darauf angesprochen betonte der Hauptdarsteller, dass es durchaus mal gut tue, Dampf abzulassen: "Ich würde auch jedem empfehlen, das öfter mal zu sagen, das ist gut für die seelische Hygiene. Die Wut rauslassen, sich mal Luft machen, das kann schon sehr gut tun."

Darüber hinaus musste er in seiner Rolle auch durchsetzungsfähig sein - körperlich wie geistig. Mit einem solchen Leitsatz mache man sich eben nicht unbedingt nur Freunde, doch ein Mitläufer war Götz nicht. Henning findet das okay: "Man muss auch manchmal für sich einstehen und seine Überzeugung rüberbringen. Man darf sich schließlich nicht die ganze Zeit verscheißern lassen. Der Götz ist ein Paradebeispiel für jemanden, der sich nicht verscheißern lässt und sein Leben selbstbestimmt führt - und das ist auch der Grund, warum uns diese Figur seit Jahrhunderten fasziniert. Er ist ein starker Charakter, der sich von niemandem vorschreiben lässt, wie er sein Leben zu führen hat", betonte der TV-Star, der sich scheinbar aus diesem Grund von dem Charakter so angezogen fühlte: "Ich konnte mich mit diesem selbstbewussten Ritter sehr gut identifizieren."

Aber könnte er sich auch vorstellen, in dieser Zeit zu leben? "Wenn ich wie Götz Ritter gewesen wäre, hätte ich mein Leben ganz erträglich gefunden", sagte der gebürtige Essener gegenüber 'rtv.de'.

Dennoch dürfte man nicht vergessen, dass im Mittelalter damals nicht jeder ein stattlicher Ritter war: "Andererseits neigt man dazu, mit einem verklärten Blick auf diese Zeit zu schauen. Die meisten Menschen waren arme Bauern, die jeden Tag zusehen mussten, dass sie irgendwie überleben … Ich glaube, dass wir in der heutigen Zeit gut aufgehoben sind", befand Henning Baum.

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