Helmut Schmidt ist "nur sehr selten bei Bewusstsein"

Helmut Schmidt ist "nur sehr selten bei Bewusstsein"
Altkanzler Helmut Schmidt ist "aktuell nur sehr selten bei Bewusstsein", sagt sein Leibarzt Professor Heiner Greten © ddp images

Große Sorge um Helmut Schmidt! Die Familie akzeptiere das Interesse der Öffentlichkeit am Wohle des Altkanzlers, erklärt sein Leibarzt Professor Heiner Greten im Interview mit dem "Hamburger Abendblatt". "Nach Absprache mit seiner Tochter bin ich befugt, Auskunft zu geben, ohne die ärztliche Schweigepflicht zu verletzen", heißt es weiter. Und was er dann sagt, zeigt den Ernst der Lage: "Herr Schmidt ist aktuell nur sehr selten bei Bewusstsein."

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Leibarzt darf Auskunft geben

Seit Sonnabend habe sich der Zustand "kontinuierlich und dramatisch verschlechtert". "In den letzten zwei Tagen hat er diese bewussten Phasen nur ab und zu erlebt." Dass "vertraute Menschen bei ihm sind", nehme er aber wahr. Eine große Rolle spiele demnach dabei die Anwesenheit seiner Tochter Susanne: "Es ist von großer Bedeutung für die Seele, dass seine Tochter Susanne an seiner Seite ist", sagt der Mann, der seit Jahren auch ein Vertrauter und Freund des Altkanzlers geworden ist.


Optimale Versorgung

Durch das hohe Fieber infolge einer Infektion habe sich der Gesundheitszustand "zuletzt dramatisch verschlechtert". Gegen das Fieber und eventuelle Schmerzen würden Maßnahmen ergriffen. "Die medizinische und pflegerische Versorgung ist bestens", fasst der Mediziner zusammen. Eigentlich müsste Helmut Schmidt ins Krankenhaus verlegt werden, bestätigt Prof. Greten. "Allerdings ist es sein Wunsch und der seiner Familie, dass er daheim bleibt, in seinem vertrauten Umfeld also."


Auf die Frage, ob sich Helmut Schmidt seiner Erfahrung nach wiederholen werde, sagt Prof. Greten dem "Hamburger Abendblatt": "Nein, das glaube ich leider nicht."


Klinik-Aufenthalt im September

Schmidt war Anfang September in eine Hamburger Klinik eingeliefert worden, nachdem ein Gerinnsel die Blutversorgung seines Beines gestört hatte. Bei einer erfolgreichen Operation konnte die verstopfte Bein-Arterie wieder geöffnet werden. Zwei Wochen später konnte er die Klinik verlassen. Am 23. Dezember steht Schmidts 97. Geburtstag an.



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