Helmut Schmidt bei Maischberger: "96 ist lästig"

Helmut Schmidt bei Maischberger: "96 ist lästig"
Hanseatisch am Klönen: Helmut Schmidt und Sandra Maischberger am Dienstagabend © WDR/Max Kohr

Am Dienstagabend hat in der ARD-Talkshow "Menschen bei Maischberger" die Chemie zwischen dem Alt-Kanzler Helmut Schmidt (96) und Moderatorin Sandra Maischberger (48) gestimmt: Schmidt plauderte von seiner Affären-Beichte in seinem aktuellen Buch "Was ich noch sagen wollte", über seine neue Freundin und darüber, dass er "2020 nicht mehr sehen" wird. Dass er in seinem im März erschienenen Bestseller zugegeben hat, seine Ehefrau Loki (1919-2010) betrogen zu haben, bereue er nicht: "Das, was ich gesagt habe, stimmt. Meine Tochter hat dieses Kapitel vorher gelesen." Klare Kante, typisch Schmidt.

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Schwätzchen über Persönliches

Eine Woche Urlaub auf Mallorca

Über seine neue Lebensgefährtin Ruth Loah erzählt er: "Sie hat sich um mich gekümmert, als es mir sehr schlecht ging". Sie lebe in einem Altenheim an der Elbe und besuche ihn "immer am Wochenende". Denn Schmidt denkt nicht daran, aus seinem Haus in Langenhorn auszuziehen. Auch wenn ihm das Alter von 96 Jahren "lästig" ist: "Ich will nicht 100 Jahre alt werden, ich will es aber auch nicht verhindern." Ein guter Grund, ab und an Richtung Sonne zu fliegen: "Ich komme gerade aus einer Woche Urlaub auf Mallorca", erzählt er grinsend der überraschten Moderatorin.


"E-Zigarette? Warum soll ich solche Dummheiten machen?"

Der nach Umfragen mit 96 Jahren immer noch beliebteste Kanzler der Deutschen bekam von der Talkmasterin zu Beginn der Sendung eine E-Menthol-Zigarette angeboten, die er dankend entgegennahm, aber nicht ausprobierte: "Warum soll ich solche Dummheiten machen?", fragte er und rauchte munter weiter sein Markenzeichen.


Einen Tag vor Weihnachten wurde Helmut Schmidt 1918 in Hamburg geboren. Sein erfolgreiches Leben als SPD-Politiker und Autor gipfelte in seinem Amt als 5. deutscher Bundeskanzler von 1974 bis 1982, das von der unversöhnlichen Konfrontation zwischen Staatsgewalt und dem linksrevolutionärem Terrorismus der RAF überschattet wurde. Heute gilt Schmidt als eine der wichtigsten intellektuellen Instanzen des Landes und wird international als erfahrener Staatsmann geschätzt.

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