Helene Fischer dominiert den Echo 2015

Helene Fischer dominiert den Echo 2015
Schon im vergangenen Jahr wurde Helene Fischers Album "Farbenspiel" als "Bestes Album" gekürt © ddp images

Am Donnerstagabend hat sich die nationale und internationale Musik-Prominenz versammelt, um im Rahmen der Echo-Verleihung einander zu huldigen. Zwar führte dieses Mal Power-Blondine Barbara Schöneberger durch den Abend, nichtsdestotrotz wurde die Sendung zur großen Helene-Fischer-Show.

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Bestes Album, größter Hit

Zunächst allerdings ein trauriger Moment: Mit einer Schweigeminute zu dem Geigenspiel von Lindsay Sterling gedachten die Stars der Musikszene den 150 Menschen, die bei dem Flugzeugabsturz des deutschen Betreibers Germanwings ums Leben gekommen sind. Und auch dem unlängst verstorbenen Musiker Udo Jürgens wurde zu Beginn der Show ein musikalisches Denkmal gesetzt. Stars wie Roger Cicero, Udo Lindenberg und Sarah Connor boten noch einmal die größten Hits der Schlager-Legende dar.

Ganz der TV-Profi führte Schöneberger souverän durch diese nicht leichten Momente und schaffte danach gekonnt den Übergang zum Tagesgeschäft. Und wie ginge das besser, als kurz mit Helene Fischer zu scherzen und sie auf ihre unzähligen Nominierungen des Abends anzusprechen? Schöneberger ahnte zu diesem Zeitpunkt wohl schon, wie der Abend verlaufen würde.

Den ersten Preis des Abends als beste Künstlerin im Genre Rock/Pop schnappte sich die "GZSZ"-Schauspielerin Senta-Sofia Delliponti mit dem etwas sperrigen Künstlernamen Oonagh. Später durfte sie sich dann auch noch den Preis als bester Newcomer von der Bühne abholen.

Ereignisreich ging es gleich weiter, mit einer der Hauptkategorien nämlich: Das "Album des Jahres" fand einen nationalen Preisträger, und das war selbstredend Helene Fischer. Dabei setzte sie sich immerhin gegen internationale Legenden wie Pink Floyd durch. Das Unglaubliche daran: "Farbenspiel" wurde damit zum zweiten Mal das "Album des Jahres". Und es sollte nicht der letzte Erfolg des Abends für die Blondine bleiben.

Nachdem er beim "Album des Jahres" noch leer ausging, schnappte sich Herbert Grönemeyer den Echo in der Kategorie Rock/Pop der Herren. Und ein weiteres Urgestein der deutschen Musikindustrie hatte Grund zur Freude: Andrea Berg wurde als bester Live-Act national gekört und dankte bei ihrer Rede unter anderem DJ Bobo, der "für sie Rosen regnen ließ".

Als beste nationale Band wurde danach Revolverheld geehrt - zum ersten Mal in ihrer Historie. Mit den Worten "vielen Dank an Jan Böhmermann, unser sechstes Bandmitglied" dankte der Frontmann der Band mit einem Augenzwinkern Deutschlands Zyniker-Nachwuchs, der sich schon des Öfteren nicht als der größte Fan von Revolverheld geoutet hat.

Gar nicht mehr von der Bühne gehen wollte Andreas Gabalier, der in der Volksmusik-Kategorie abräumen konnte. Dabei dankte er vor allem Laudator Xavier Naidoo. Und dann begannen sie endlich, die "Fischer-Festspiele". Nachdem Til Schweiger ihr schon den Preis für den besten Schlager überreichen durfte, "musste" Frau Fischer kurz danach erneut auf die Bühne. Denn mit "Atemlos durch die Nacht" lieferte sie auch den "Hit des Jahres". Und Echo Nummer vier gab es für die Musik-DVD des Jahres auch noch gleich dazu.

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