Helene Fischer: Darum ist eine Auszeit eine gute Idee

Helene Fischer: Darum ist eine Auszeit eine gute Idee
Können sie nächstes Jahr mehr Zeit zusammen verbringen? Helene Fischer und Florian Silbereisen bei einem Auftritt im Januar © ddp images

Es ist eine Meldung, wie sie - in diesem Land und zu dieser Zeit - eigentlich nur über Helene Fischer (31, "Atemlos durch die Nacht") geschrieben werden kann: "Der offizielle Kalender von Helene Fischer für das kommende Jahr ist leer", schreibt am Wochenende "gala.de". Ein simpler Satz, quasi das Urbild eines Nicht-Geschehens. Und die Medien beginnen sofort zu spekulieren, Fans geraten in Sorge - beinahe scheint es erstaunlich, dass nicht die Börsenkurse einbrachen.

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Für sie tickt die Uhr anders

Dabei werden sich 2016 zahllose Pop-Stars, Schauspieler und TV-Helden eine kreative Auszeit gönnen. Aber: Nur bei Helene Fischer fällt es so auf. Und genau deswegen ist ein kleines Päuschen für den 31-jährigen Schlager-Darling genau das Richtige. Es gibt mindestens drei gute Gründe für Helene Fischer, nun einmal die Füße hochzulegen:

 

Nur nicht nerven:

 

Helene Fischer auf allen Kanälen, das ist der Dauerzustand der letzten drei, vier Jahre. Denn Fischer ist nicht nur in den Charts immer vorne mit dabei: Auch in den Stadien, als Moderatorin bei TV-Galas, bald als "Tatort"-Darstellerin, als Weltmeister-Gratulantin, als Gold-Helene bei den Echos, in den Klatschspalten ist die Schlagerqueen präsent. Auf Youtube wird ein TV-Auftritt schon mal eben knapp 25 Millionen mal abgerufen. Starkes Stück.

Aber auch gefährlich: In einer Umfrage kürten vor gut einer Woche 24,4 Prozent der Teilnehmer Helene Fischer zur "nervigsten Sängerin". Im Sommer hatte Fischer in einer anderen Fragerunde zur "beliebtesten Sängerin" just in der Schlagerhochburg der neuen Bundesländer vergleichsweise schwach abgeschnitten. Und nach den Echos wurde in den sozialen Medien schon der ein oder andere Witz über die Dauer-Abräumerin gerissen. Kein gutes Zeichen. Denn nerven kann nur, wer zu oft und zu laut in Erscheinung tritt. Und bei Fischer wird momentan eben schon die leiseste Äußerung zu einem brausenden Mediensturm verstärkt.

 

Vorfreude aufkommen lassen:

 

Der gewöhnliche Pop-Star veröffentlicht alle zwei bis drei Jahre ein Album. Aus zwei Gründen: So lange dauert es zum einen in etwa, ein Album zu promoten, ein, zwei ordentliche Touren zu spielen und neue Songs auf den Weg zu bringen. Zum anderen sind durchschnittliche Pop-Stars aber auch ein Jahr nach der Album-Veröffentlichung wieder von der ganz großen Bildfläche verschwunden - von ein paar Festivalauftritten abgesehen. Helene Fischer, wir wissen es, ist aber ganz und gar kein ganz gewöhnlicher Star.

In drei verschiedenen Kalenderjahren hat sich ihr jüngstes Album "Farbenspiel" für mindestens eine Woche an die Chartspitze gesetzt, die Jahrescharts 2013 und 2014 hat es gleich komplett gewonnen. Zehn mal Platin stehen zu Buche. Mit anderen Worten: Der Hype ist noch lange nicht zu Ende. Deshalb hat Fischer auch in diesem Sommer noch einmal eine ganz große "Farbenspiel"-Tour gespielt. Und all die alten und neuen Helene-Fischer-Fans (und jene, die noch gar nicht wissen, dass sie es sind) sollen sich sicher erstmal satthören, bevor sie Hunger auf etwas Neues bekommen.

 

Ruhe für einen Star im Dauereinsatz:

 

Und dann ist da ja auch noch die menschliche Komponente. Denn auch wenn Helene Fischer das Bilderbuch-Exemplar eines stets makellosen Stars ist: All die Arbeit auf der Bühne und vor TV-Kameras müssen eigentlich an ihren Kräften zehren. Gefeierte Musikheldinnen aus ähnlichen Genres haben schon einen Burnout erlitten: Michelle (43, "Paris") oder Mariah Carey (45) etwa. Soweit sollte es Fischer gar nicht erst kommen lassen. Sie kann aus den Fehlern der vorausgegangenen Sängerinnen-Generation lernen.

Zumal es ja in einem Menschenleben auch noch so viele andere schöne Dinge zu tun gibt. Zum Beispiel Zeit mit den Liebsten zu verbringen. Freund Florian Silbereisen (34) freut sich sicher, wenn seine Helene wieder etwas mehr Zeit hat. Und mit frisch aufgefüllten Akkus und einem erholten Publikum lässt sich dann, spätestens 2017, sicher wieder Großes erreichen. Sicher das nächste Hit-Album. Oder vielleicht gleich die (musikalische) Weltherrschaft.

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