Heino glaubt fest an den Sieg der deutschen Mannschaft bei der Fußball-EM 2016

Heino
Auf einer Fanmeile wird man Heino während der EM nicht sehen. Foto: Patrick Seeger © DPA

Wenn es auf den Fanmeilen in Deutschland zur EM in Frankreich richtig zur Sache geht, ist es um Heino herum eher ruhig. Der Schlagersänger und große Fußballfan hat beim Fußballgucken nämlich lieber seine Ruhe und "ein schönes Gläschen Rotwein" zur Hand.

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Ob dann beim Allein-Jubeln dennoch mal ein Schwapp auf dem Teppich landet, das bleibt im Interview der Deutschen Presse-Agentur offen.

Frage: Wer wird Ihrer Meinung nach Europameister und warum?

Antwort: Ja, das ist doch ganz klar, dass Deutschland gewinnt. (Bundestrainer) Jogi Löw kann ja aus dem Vollen schöpfen im Grunde genommen. Wir haben eine gute Mannschaft. Früher war es ja immer so, dass wir technisch nicht so auf dem Höhepunkt waren, aber in der heutigen Zeit hat der Jogi Löw schon ein paar Supertechniker dabei. Und wir spielen ja auch einen ganz anderen, modernen, schnellen Fußball. Also ich bin ganz fest davon überzeugt, dass wir dieses Mal wieder Europameister werden.

Frage: Wie und wo schauen Sie die Spiele?

Antwort: Wenn ich gerade frei habe, bin ich entweder in Bad Münstereifel oder in Kitzbühel. Dann will ich keinen Zuschauer dabei haben, dann will ich das allein genießen mit einem schönen Gläschen Rotwein. Und wenn ich unterwegs sein sollte, will ich auch allein genießen. Dann will ich gern eine Suite haben, wo ein Fernseher drin ist. Das will ich mir dann organisieren. Also ich mag nicht, spannende Spiele zu gucken, wenn viele um mich herum sind. Ich muss das genießen, ich muss das Spiel analysieren, ich will mich nicht ablenken lassen.

Frage: Können Sie sich noch an 1996 erinnern, als Deutschland zuletzt Europameister wurde?

Antwort: Nicht mehr ganz genau. (...) Ich weiß nicht mehr, wer da gespielt hat und gegen wen wir Europameister geworden sind.

... das war das legendäre Golden Goal ...

Antwort: Ach ja, von Oliver Bierhoff. Ja, ja. Und nach diesem Goldenen Tor, ist es sofort wieder abgeschafft worden. (...) Man kann nicht ein Spiel wieder anfangen und eine Verlängerung machen - und nach dem Goldenen Tor dann sofort Schluss. Das war eine blöde Entscheidung.

Frage: Wirken sich die die Terroranschläge von Paris rund um das Länderspiel Frankreich-Deutschland im vergangenen November auf Ihre EM-Begeisterung aus?

Antwort: Man lebt ja immer gefährlich, egal wo man hinkommt. Man weiß es ja nicht. Und ich glaube nicht - ich will es nicht hoffen -, dass die EM irgendwie gestört ist von solchen Anschlägen. Aber man weiß ja nie. Und es ist natürlich immer im Hinterkopf, wenn große Veranstaltungen sind, dass etwas passieren könnte. (...) Ich hoffe es nicht, ich glaube es nicht, ich wünsche nur, dass wir eine einwandfreie EM spielen, und dass da nichts passiert."

ZUR PERSON: Schlagersänger Heino (77) begann als Kind mit dem Fußballspielen im Düsseldorfer club Schwarz-Weiß 06. Mit 18 Jahren trainierte er unter Weltmeister-Torwart Toni Turek. Bald jedoch hängte er die Trainingsschuhe an den Nagel: Eine Musikkarriere erschien ihm vielversprechender - und länger andauernd. Vor kurzem brachte er mit "Arschkarte" ein Album nur mit Fußball-Songs heraus.


dpa

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