Heino Ferch: Erfolgreich am Theater, im Film und im Fernsehen

Heino Ferch
So begann die Karriere von Heino Ferch © dpa, Georg Wendt

'Der deutsche Bruce Willis'

Sein erstes Theater-Engagement hatte Heino Ferch von 1987 bis 1990 in Berlin an der ‘Freien Volksbühne‘.

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Dort spielte er unter dem Regisseur Hans Neuenfels den Battista in ‘Emilia Galotti‘ sowie die Hauptrolle in ‘Antonius und Cleopatra‘ und in einem Kleist-Projekt. Weitere Rollen waren die des Mercutio in ‘Romeo und Julia‘, die Hauptrolle in der ‘Erwin-Piscator-Revue: Hoppla, du lebst‘ und der Diego in ‘Die Braut von Messina‘. Von 1990 bis 1994 war Heino Ferch Mitglied des Theaterensembles am ‘Schillertheater‘. Hier spielte er den Grimm in ‘Die Räuber‘, die Hauptrolle in ‘Mockinpott‘, ebenfalls die Hauptrolle in ‘Kasimir und Karoline‘ und die Rolle des Silvius in ‘Wie es euch gefällt‘. Zeitgleich, also ebenfalls von 1990 bis 1994, stand Ferch bei den Salzburger Festspielen unter Vertrag und wirkte in ‘Un re in Ascolto‘, in ‘Jedermann‘, in ‘Macbeth‘ und in ‘Il ritorno d´Ulisse in patria‘ mit. Des Weiteren gastierte er in dieser Zeit an der ‘Scala‘ in Mailand und am ‘Burgtheater‘ in Wien.

Erste Filmerfahrung sammelte Heino Ferch in einer Folge der TV-Serie von ‘Der Alte‘ im Jahr 1985. Seine erste Rolle in einem Spielfilm war ein Kurzauftritt als Funker in ‘Schloss Königswald‘ (1988). Im Jahr 1989 folgte seine erste Hauptrolle in ‘Wedding‘ von Klaus Asmus, wo er einen Amokläufer spielte.

Nach einigen weiteren Verfilmungen gelang Heino Ferch schließlich der Durchbruch mit dem Kinofilm ‘Comedian Harmonists‘ (1997), in dem er in der Rolle des Roman Cycowski, dem Bariton der berühmten A-capella-Gruppierung, glänzte. Es folgten unterschiedliche Verfilmungen, in denen Heino Ferch meistens den Gangster gab. Dies und auch seine vage Ähnlichkeit mit dem US-amerikanischen Star verhalf ihm zu seinem Beinamen ‘Der deutsche Bruce Willis‘, dem er selbst mit eher gemischten Gefühlen gegenübersteht.

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