"Hart aber fair": Neue Sendung zu Gleichberechtigung im September

"Hart aber fair": Neue Sendung zu Gleichberechtigung im September
Auch Moderator Frank Plasberg steht in der Kritik © ARD/Marco Grob

Der WDR weist den Vorwurf der Zensur im Rahmen einer Ausgabe der Sendung "Hart aber fair" zurück. Fernsehdirektor Jörg Schönenborn nimmt in einer Pressemitteilung Stellung: Ein solcher Vorwurf sei so gravierend, "dass man ihn nicht leichtfertig erheben sollte. Für den WDR weise ich das entschieden zurück." In der Sendung "Hart aber fair: Nieder mit den Ampelmännchen" hatte Moderator Frank Plasberg (58) Anfang März dieses Jahres mit Gästen wie Schauspielerin Sophia Thomalla (25) und FDP-Politiker Wolfgang Kubicki (63) über Gleichberechtigung und "Genderwahn" gesprochen. Der Inhalt und die Herangehensweise wurden in der Öffentlichkeit diskutiert und kritisiert.

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WDR weist Zensur-Kritik zurück

Nach über einem halben Jahr wurde die Ausgabe dann vergangene Woche aus der ARD-Mediathek gestrichen. Wie die "Bild"-Zeitung berichtete, soll der WDR-Rundfunkrat nach einer Sexismus-Beschwerde von Frauenverbänden empfohlen haben, die Sendung offline zu nehmen. Schönenborn erklärt nun, dass es sich bei dem Beschluss, die Sendung nach einem halben Jahr aus dem Online-Programm zu nehmen, um eine "souveräne Entscheidung der Programmverantwortlichen" gehandelt habe. "Sie erfolgte vor der Sitzung des Rundfunkrats." Beiträge aus der Mediathek zu nehmen, sei kein ungewöhnlicher Vorgang.

 

Neue Sendung im September

 

Interessant ist, dass es Anfang September aufgrund der großen Debatte über die Sendung eine neue Folge "Hart aber fair" zum Thema Gleichberechtigung geben soll. Mit ihrer Gender-Sendung hätte die Redaktion die Gemüter definitiv erhitzt, "ein guter Grund also, das Thema und die Reaktionen auf unsere Sendung Anfang September noch einmal bei 'Hart aber fair' zu debattieren", erklärt Moderator Frank Plasberg.

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