Hardy Krüger jr. spricht über den Kindstod von Sohn Paul Luca

Hardy Krüger jr. spricht über den Kindstod von Sohn Paul Luca.
Hardy Krüger jr. spricht über die wohl schwerste Zeit in seinem Leben. © Getty Images, Monika Fellner

Hardy Krüger jr.: "Das ist ein langer, langer Prozess"

Es war ein schwerer Weg, den Hardy Krüger jr. in den vergangenen Jahren gehen musste. Angefangen hatte alles im Juli 2011, als der Schauspieler seinen bislang wohl größten Schicksalsschlag erlebt. Sein gerade mal acht Monate alter Sohn Paul Luca stirbt am plötzlichen Kindstod. Von da an verfällt Hardy Krüger jr. in tiefe Depressionen und obwohl der 47-Jährige und seine Frau Katrin im Dezember 2012 erneut Eltern werden, zerbricht ihre Beziehung nach sechs Jahren Ehe im Mai 2015.

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Nach langem Schweigen spricht er nun ganz offen über den schlimmen Verlust und seine Depressionen. "Man muss nur einen Weg finden, wie man damit leben kann, wie man wieder Luft kriegt und das ist ein langer, langer Prozess", gesteht er im Gespräch mit RTL.

Der Grund für seine Offenheit bei diesem emotionalen Thema ist sein aktuelles Projekt. Hardy Krüger jr. engagiert sich jetzt als Botschafter für verwaiste Eltern, um ihnen durch diese schlimme Zeit zu helfen. "Ich habe nur gemerkt, dass es mir sehr gut tut, darüber zu reden", so Hardy Krüger jr. weiter. "Aber es gab dann nicht sehr viele Leute, die eigentlich wissen, wie sie damit umgehen, weil sie wissen nicht, was sie sagen sollen. Sie wissen nicht, wie sie darauf reagieren sollen und bevor sie in diese Situation kommen, gehen sie lieber der Konfrontation aus dem Weg. Und das tut natürlich sehr weh, weil man sich dann sehr alleine fühlt."

Sind jetzt geschiedene Leute: Hardy Krüger jr. und Katrin.
Hardy Krüger jr. und Katrin haben sich nach sechs Jahren Ehe im Mai 2015 getrennt. © dpa, Ursula Düren

Unterstützung hatte Hardy Krüger jr. durch seine Frau Katrin. Doch nach ihrer Scheidung musste der Schauspieler sein komplettes Leben umkrempeln. Seit einigen Wochen lebt der 47-Jährige in einem Wohnmobil - ohne das ganze Brimborium, wie er selbst sagt. Er will sich auf die wesentlichen Dinge im Leben konzentrieren und anderen Betroffenen helfen, denn er findet: "Eine Anlaufstation zu sein, ist glaube ich ganz, ganz wichtig, weil wir stehen auch irgendwo in der Verantwortung, finde ich - die Wissenden, die Betroffenen. Und das ist nicht nur für sie gut, sondern es hilft auch mir, über mein Schicksal zu sprechen."

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