Harald Glööckler: "Kinder reißen uns Essen aus der Hand"

Harald Glööckler
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Harald Glööckler (48) hat die Nase von leeren Versprechungen der Politiker - Taten müssen folgen.

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So hungrig

Der Fernseh-Juror ('Let's Dance') engagiert sich seit acht Jahren für das deutsche Kinderhilfswerk und ist Schirmherr des Kindernothilfe-Fonds. Da er selbst in schwierigen Verhältnissen aufwuchs, geht ihm das Thema Kinderarmut besonders nahe und er findet, dass man sofort einschreiten muss, die Hilfe müsse jetzt kommen: "Das spüre ich immer wieder, das spüre ich schon daran, dass wenn wir vor Ort sind und wenn wir teilweise Essen anbieten, dass die Kinder uns das Essen aus den Fingern reißen, die Brote aus den Händen reißen. Sie haben Hunger. Sie haben nichts zu essen. Das ist unglaublich. Man verhungert auch geistig. Und Armut grenzt auch aus", befand er im Interview mit 'Mona Lisa'. Für den schrillen Modeschöpfer ist der Nachwuchs die Zukunft und es sei für ihn völlig normal, sich für diese einzusetzen. "Man müsste eher die Frage stellen, warum engagiert sich jemand nicht für Kinder? Kinder sind unsere Zukunft. Das ist für mich eine Notwendigkeit und eine Selbstverständlichkeit, dass ich mich für Kinder einsetze, für deren Rechte einsetze, zumal wir in einem der reichsten Länder der Erde 2,8 bis 3 Millionen Kinder haben, die unter der Armutsgrenze leben. Das sind nur die Zahlen, die erfasst sind. Ich bin sicher, dass es bedeutend mehr sind." Seiner Meinung nach seien die Mittel da - doch Kinderarmut wäre leider kein tolles Wahlkampfthema, mit dem man sich brüsten könne. Eine Schande laut des TV-Lieblings. "Es ist soviel Geld für alles da - bitte, dann kümmert euch auch um die Kinder und setzt es für die Kinder ein, und für Frieden und nicht für Krieg. Das ist der wichtige Satz. Das ist mein Anliegen. Und wir können nur eins machen, immer wieder darauf aufmerksam machen. Man kann nicht oft genug darüber sprechen und darauf hinweisen, dass wir fast drei Millionen Kinder haben, die in Deutschland unter der Armutsgrenze leben."

Dass sich der Star-Designer nicht nur für pompösen Prunk interessiert, macht er schon seit Jahren deutlich. Im Interview mit der 'in' sprach er sich aber dennoch gegen den eigenen Kinderwunsch aus. "Ich stehe zu meinen konservativen Ansichten: Ich finde es falsch, wenn zwei Männer oder zwei Frauen Kinder adoptieren. Ein Kind braucht einen Vater und eine Mutter, es braucht beide Pole in seinem Leben, deshalb werde ich niemals Kinder adoptieren."

Dafür schenkt Harald Glööckler seine ganze Kinderliebe denen, die in Not sind.

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