Harald Glööckler: "Ich bereue nichts"

Harald Glööckler: "Ich bereue nichts"
Harald Glööckler steht für pompöösen Glamour © ddp images

Am 30. Mai feiert Harald Glööckler seinen 50. Geburtstag. Während andere vor der Zahl zurückschrecken, sieht der Designer seinem Ehrentag gelassen entgegen. "Innerlich fühle ich mich wie 25, manchmal sogar wie 15 oder jünger." Ob er seinen Geburtstag groß feiern wird und warum er gemeinsam mit seinem Ehemann Dieter Schroth Berlin den Rücken kehren will, erklärt er im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

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Der Designer wird 50

 

Herr Glööckler, wie werden Sie Ihren 50. Geburtstag feiern?

 

Harald Glööckler: Ob Sie es glauben oder nicht: Ehrlich gesagt weiß ich noch gar nicht, ob ich feiere. Geburtstage sind mir auch nicht so wichtig. Die meisten Menschen feiern sie wahrscheinlich nur, weil man sie eben feiert. Man kann ja jeden Tag etwas feiern: Namenstage, Hochzeitstage, Kommunion, Einschulung... Da kommt man ja am Ende aus dem Feiern gar nicht mehr heraus.

 

Haben Sie Angst vor der 50, macht Ihnen die Zahl zu schaffen?

 

Glööckler: Ich bin fest davon überzeugt: Ich werde mindestens 100! Wieso sollte ich da vor der 50 Angst haben? Die Hälfte ist rum, die andere kommt noch. Ich sehe der Zukunft positiv entgegen und bin sehr gespannt, welche Überraschungen das Leben noch für mich bereithält.

 

Wie alt fühlen Sie sich wirklich?

 

Glööckler: Ganz ehrlich: Innerlich fühle ich mich wie 25, manchmal sogar wie 15 oder jünger. Da steckt immer noch der kleine Junge in mir, der die Welt schöner und glamouröser und aus jeder Frau eine Prinzessin machen will. Was die Fassade betrifft, muss vielleicht hier und da etwas gemacht werden, damit man sich morgens im Spiegel nicht gleich erschreckt, aber insgesamt gesehen sprühe ich vor Ideen und Lebenslust, habe immer noch genauso viel Energie wie früher.

 

Bleiben Sie bei Ihrer Entscheidung, auf Botox zukünftig zu verzichten?

 

Glööckler: Ich habe mich fest dazu entschlossen, in Zukunft auf Botox zu verzichten und dabei soll es auch bleiben. Wenn man sich morgens im Spiegel oder auf Fotos in Hochglanzmagazinen betrachtet und dann plötzlich feststellt: Man hat ja gar keine Mimik mehr, nach dem Motto "lache ich noch oder weine ich schon?", dann muss man irgendwann die Reißleine ziehen und das habe ich dann gemacht. Mittlerweile haben es sich auch schon wieder ein paar Falten im Gesicht bequem gemacht, aber was soll's. Die Frauen finden das ja sowieso ganz schick bei Männern, habe ich mir sagen lassen.

 

Sind andere Schönheits-Operationen geplant?

 

Glööckler: Sehen Sie, mit meinem Äußeren ist es wie mit einem in die Jahre gekommenen Schloss. Das muss man eben alle paar Jahre renovieren, sonst ist der Lack ab und irgendwann möchte man nicht mehr darin wohnen. Ein paar neue Dachziegel, frische Farbe - dann sieht es fast aus wie neu.

 

Wie halten Sie sich fit?

 

Glööckler: Ich trainiere mehrmals in der Woche im Fitnessstudio mit einem professionellen Trainer. Ansonsten halten mich die Arbeit und mein kleiner Papillon Billy King fit.

 

Welche Träume möchten Sie sich in den nächsten Jahren noch verwirklichen?

 

Glööckler: Ich lebe meine Träume Tag für Tag. Ich wusste, dass ich es schaffen kann und habe alles dafür getan, dass meine Träume irgendwann einmal wahr werden. Jetzt habe ich meine Lebensziele erreicht, was aber nicht heißt, dass ich jetzt nichts mehr vorhabe. Ich kann mir den Luxus erlauben, die nächsten 50 Jahre so einzurichten, wie ich will und nur noch das zu machen, wozu ich wirklich Lust habe. Herr Schroth und ich haben kürzlich ein Grundstück außerhalb Berlins gekauft und kreieren dort ein neues Zuhause. Ich habe 15 Jahre in Berlin gewohnt. Meine Seele lechzt nach der Natur, nach Ruhe. Da bin ich, glaube ich, auch nicht der Einzige.

 

Gibt es etwas, was Sie rückblickend in Ihrem Leben bereuen?

 

Glööckler: Nein, ich bereue nichts. Jede Erfahrung ist ein Fußabdruck in meinem Leben, der mich dorthin geführt hat, wo ich heute stehe. Natürlich muss man im Leben immer auch Dinge machen, auf die man eigentlich gar keine Lust hat. Aber die lasse ich jetzt einfach bleiben.

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