Hans Sigl: Positive Rollen sind herausfordernd

Hans Sigl: Positive Rollen sind herausfordernd
Hans Sigl © Cover Media

Viele Zuschauer denken ja, es sei leichter, einen netten Menschen zu spielen. Stimmt gar nicht, klärte Hans Sigl (46) jetzt auf.

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Gar nicht so einfach

Seit 2008 begeistert der Schauspieler die ZDF-Zuschauer nun schon als Martin Gruber in 'Der Bergdoktor', eine Rolle, die er sehr gerne spielt, denn hinter ihr steckt wesentlich mehr, als man meinen möchte.

"Viele denken, es sei einfacher, einen positiven Charakter zu spielen als einen Bösewicht. Es ist aber andersrum. Positive Figuren müssen vielschichtig sein, auch mal zweifeln, unsicher sein, mit sich hadern. Es ist eine Herausforderung, sie wirklich zum Leben zu erwecken", so der TV-Liebling im Interview mit der 'tz'.

Nach wie vor ist 'Der Bergdoktor' ein wahrer Zuschauermagnet. In den vergangenen Wochen verfolgten stets um die sieben Millionen Zuschauer die neuesten Ereignisse im Leben des Fernseharztes. "Ich denke, der Bergdoktor stellt einen Kontrast zum restlichen TV-Programm in Deutschland dar", erklärte Sigl sich den Erfolg. "Wir werden ja nahezu von Krimisendungen überschwemmt. Hinzu kommt, dass es sich beim Bergdoktor um Figuren handelt, die man gut kennt und mag und mit denen man über die Jahre mitgewachsen ist. Das Ganze vor einer grandiosen Kulisse und spannenden medizinischen Fällen. Ich kann die Sehnsucht der Leute danach durchaus verstehen: einfach mal für einige Zeit in eine andere Welt abtauchen!"

Vor allem die Gewalt, die in deutschen Krimis gerne gezeigt wird, gibt es beim 'Bergdoktor' nicht, gab Hans Sigl schon kürzlich im 'Bild'-Interview zu bedenken. "Überall wird gemordet. Wir erzählen auch dramatische Krankheitsgeschichten, aber es geht nicht um Gewaltverbrechen." Sein Fazit lautete damals: "Spannende Geschichten kommen auch sehr gut ohne Knall-Effekte aus."

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