Haare blondieren ohne Risiken und Nebenwirkungen

Haare blondieren ohne Risiken und Nebenwirkungen
Schauspielerin Sienna Miller ist seit Jahren eine überzeugte Blondine © Tinseltown / Shutterstock.com, SpotOn

Alle lieben Blond

Alle lieben Blond. Und fast jede Frau weiß beim Kaffeeklatsch mit den besten Freundinnen eine Schauergeschichte über einen schief gegangenen Blondierungsversuch zu berichten. Damit Gelbstiche, ausgetrocknete Spitzen und spröde, strapazierte Haare in Zukunft Geschichte sind, müssen Sie nur einige Tipps beachten.

Wie funktioniert eine Blondierung?

Um die Haare heller zu machen, muss dem Naturton die Farbe entzogen werden. Wasserstoffperoxid baut die Farbpigmente ab und so wird das Haar aufgehellt beziehungsweise gebleicht. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass es sich bei einer richtigen Blondierung um eine dauerhafte Farbveränderung handelt, die nicht einfach durch eine oder mehrere Haarwäschen rückgängig gemacht werden kann. Auch wenn beim Blondieren oft von "Färben" die Rede ist, stimmt das streng genommen nicht. Außerdem gut zu wissen: Während der Einwirkzeit nimmt das Haar verschiedene Farben an - von Rot über Orange bis Gelb.

Für Unsichere, die erst einmal testen wollen, ob ihnen das heiß ersehnte Blond überhaupt steht, ist eine Intensivtönung vielleicht eine gute Alternative. Diese enthält Farbpigmente, die nur leicht ins Innere der Haare eindringen - im Gegensatz zum Bleichmittel ist der Farbeffekt nach ungefähr zehn Wochen aber wieder verschwunden. Bei dunklen Brauntönen funktioniert das allerdings nicht. Hier gilt beim Thema Blond: No risk, no fun - und auf zum Friseur!

Friseur-Salon vs. Badezimmer

Generell wird jeder Hairstyling-Experte davon abraten, die Haare zuhause selbst zu blondieren. Besonders der Wechsel von Dunkel auf Hell sollte nur in einem professionellen Friseur-Salon durchgeführt werden. Wer von Natur aus bereits blonde Haare hat, aber diese trotzdem heller haben möchte, sollte ebenfalls nicht zu viel riskieren. Zwei Farbnuancen reichen meist aus, um ein sichtbares Ergebnis zu erzielen.

Was ist eigentlich Olaplex?

Das Stichwort Olaplex fällt seit ungefähr einem Jahr immer häufiger, wenn es um das Thema Haare blondieren geht. Der chemische Wirkstoff aus den USA soll es angeblich ermöglichen, Haare ganz ohne Schäden zu färben. Das Produkt wird vor dem Auftragen mit dem Färbemittel oder der Blondierung vermischt und entfaltet so bereits während des Färbeprozesses seine pflegende Wirkung. Olaplex ist ein Bindungsverstärker, der die Haarstruktur dauerhaft regeneriert und Schäden während des Bleichens vorbeugt.

Olaplex wird dabei in drei Stufen angewendet. Nach dem Auswaschen der mit Olaplex versetzten Farbe, wird das Mittel ein zweites Mal - dieses Mal allerdings alleine - im Haar verteilt. Nach zehn Minuten Einwirkzeit geht es wieder unter den Wasserhahn. Anschließend werden die Haare shampooniert und mit Conditioner gepflegt. Die nächsten Nachbehandlungen können dann einmal wöchentlich im eigenen Badezimmer erfolgen. Generell sollten zumindest die ersten beiden Olaplex-Stufen nur von einem Experten angewendet werden.

Das hilft gegen Gelbstich

Wer auf das Do-it-yourself-Blondieren trotz aller Warnungen nicht verzichten wollte und im Nachhinein mit einem hässlichen Gelbstich zuhause sitzt, kann zumindest Schadensbegrenzung betreiben. Der Gelbstich kann durch zwei Dinge verursacht werden: durch einen Anwendungsfehler oder die falsche Farbwahl. Produkte wie Silbershampoos neutralisieren das künstliche Gelb mithilfe von violetten Pigmenten. Das liegt daran, dass Violett eine Komplementärfarbe zu Gelb ist.

Alternativ kann das Haar ein zweites Mal mit demselben Produkt blondiert werden und die fehlende Einwirkzeit nachgeholt werden. Wer das Mittel etwa zehn Minuten zu früh ausgespült hat, holt diese zehn Minuten einfach nach. Das kostet zwar mehr Zeit, ist aber effektiv. Silbershampoos zeigen oft nur bei einem leichten Gelbschimmer eine Wirkung.

Das kostet es, Haare zu blondieren

Wer sich erst gar nicht selbst an seinen Haaren versuchen möchte, sollte sich beim Friseur seines Vertrauens allerdings auf eine etwas höhere Rechnung einstellen - jedenfalls in Kombination mit Schneiden und Föhnen. Im Schnitt kostet eine Blondierung 35 bis 50 Euro - allerdings ist der Preis stark vom Friseursalon abhängig und es gibt auch starke regionale Unterschiede. Wer zusätzlich noch eine Behandlung mit Olaplex wünscht, muss noch tiefer in die Tasche greifen. Die Kosten pro Blondierung lassen sich auch nicht pauschal festlegen, oft sind diese stark von der Haarlänge und -fülle abhängig. Wer zusätzlich in professionelle Pflegeprodukte aus dem Friseursalon investiert, zahlt noch mehr...

Die Pflege danach

Doch gerade bei blondiertem Haar sollte man nicht auf das billigste Pflegeprodukt aus dem Drogeriemarkt zurückgreifen. Da eine Blondierung für unsere Haare sehr strapaziös ist, wirkt es danach oft stumpf und glanzlos und bedarf einer besonderen Pflege. Verwöhnen Sie Ihr Haar deshalb ein Mal pro Woche mit einer Intensiv-Kur für strapaziertes oder speziell für blondes Haar. Für die regelmäßige Pflege nach dem Shampoonieren ist ein Conditioner hilfreich. Wichtig ist es aber, sein Haar im Gegenzug nicht mit zu vielen verschiedenen Pflegemitteln zu überfordern. Finden Sie heraus, was Ihrem Haar gut tut und bleiben Sie dabei!

Trends für blonde Haare 2017

Blond ist jedoch nicht gleich Blond. Wie auch bei dunklem Haar sind die Schattierungen so vielfältig wie die Trägerinnen selbst. Und jedes Jahr gibt es neue Trend-Haarfarben. Besonders angesagt sind 2017 diese Blond-Nuancen:

Ein sonniges Kupferblond passt ausgezeichnet zu hellen Hauttypen. Ansätze in Aschblond verleihen dem Look etwas ungemein Natürliches. Angesagt sind 2017 außerdem Blondtöne mit leichtem Rosé-Stich - auch Erdbeerblond genannt. Wem ein natürliches Aussehen nicht so wichtig ist, schwimmt 2017 auf der 90s-Welle und verpasst seinem Kopf ein auffälliges Platinblond. Besonders mit der Trendfrisur Bob ist man damit der absolute Streetstyle-Hingucker.

Seit mehreren Jahren angesagt und immer noch im Trend sind helle, wie von der Sonne geküsste Haarspitzen. Die Balayage-Technik bleibt uns auch 2017 erhalten und ist besonders für diejenigen interessant, die sich in kleinen Schritten an eine hellere Haarmähne heranwagen möchten. Dabei werden blonde Strähnchen in verschiedenen Nuancen miteinander kombiniert - mit einem wunderbar natürlichen Ergebnis! Wer es auffälliger mag, setzt hingegen auf einen Ombré-Look mit starkem Kontrast zum dunkleren Ansatz.

Wer noch mutiger ist, wagt sich 2017 tatsächlich an ein silbergraues Blond heran. Am besten funktioniert der Umstieg auf diese extrem helle Haarfarbe mit der schonenden Olaplex-Methode. Aufgepeppt werden kann die Silbermähne je nach Belieben mit Highlights in Pastell-Farben - ein Riesentrend, der auch in diesem Jahr weiter anhalten wird.

Doch egal für welches Blond man sich am Ende entscheidet, vor dem Blondieren sollte man sich im Klaren sein, was man seinem Haar damit zumutet. Die richtige Beratung und die Pflege danach sollten deswegen keinesfalls vernachlässigt werden.

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