Gutachterschlacht: Wende im Fall Kachelmann?

Sabine W. von neun Gutachtern beobachtet

Der Kachelmann-Prozess könnte eine überraschende Wende nehmen: Nachdem das Gericht Kachelmanns Wunsch-Gutachter abgelehnt hatte, sind nun gleich zwei neue ins Spiel gebracht worden. Einer von ihnen, ein Rechtsmediziner, soll Spermaspuren und Reste von Menstruationsblut in Sabine W.s Wohnung ausgewertet haben. Sein Ergebnis: Eine Vergewaltigung ist unwahrscheinlich.

Am gestrigen zehnten Prozesstag hatte erstmals das mutmaßliche Opfer Sabine W. ausgesagt. Die ehemalige Geliebte des Fernsehmoderators beschuldigt ihn, sie mit einem Messer bedroht und vergewaltigt zu haben. Die Öffentlichkeit war wie erwartet ausgeschlossen.

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Neue Kachelmann-Gutachter im Spiel

Neun Sachverständige, von denen allein fünf von Kachelmanns Verteidigern beauftragt wurden, beobachten das Aussageverhalten der 37-Jährigen. Da die Gutachter hinter der Zeugin sitzen, wird ihr Gesicht in Großaufnahme auf eine etwa vier Quadratmeter große Leinwand übertragen. Erst mit Sabine W.s Aussage können die Richter ihre Glaubwürdigkeit einschätzen. Und davon hängt für Kachelmann alles ab.

Die Vernehmung wird sehr lange dauern und kann nach Planung des Gerichts bis zu drei Prozesstage in Anspruch nehmen. Mit der Aussage des mutmaßlichen Opfers begann die entscheidende Phase des Prozesses.

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