Große Trauer um Maria Radner

Große Trauer um Maria Radner
Maria Radner während eines Konzerts in der Komischen Oper Berlin im Jahr 2006 © imago stock&people

Deutschlands Opern-Hoffnung Maria Radner kam im Todesjet von Germanwings ums Leben, der am Dienstag in den französischen Seealpen abgestürzt war. Dabei wurden neben der Sängerin, ihrem Mann und Baby 147 weitere Menschen in den Tod gerissen. "Gott wollte ihre Stimme im Chor seiner Engel hören", schrieb ein User auf Twitter.

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Germanwings-Absturz

Die gebürtige Düsseldorferin hatte nach ihrem Studium an der Musikhochschule Düsseldorf eine Karriere angetreten, die sie in die großen Opernhäuser dieser Welt führte. Als äußerst talentierte Wagner-Interpretin debütierte sie noch während ihres Studiums unter dem weltberühmten Dirigenten Zubin Mehta am Palau de les Arts Valencia. 2010 gab sie einen vielbeachteten Liederabend in London, wo sie unter, anderem begleitet vom Pianisten Simon Lepper, das Richard Strauss-Lied "Und morgen wird die Sonne wieder scheinen" sang. Die Aufnahme wird derzeit von vielen tausend Musikfreunden auf Youtube angeklickt.


2012 trat Maria Radner in Wagners "Götterdämmerung" an der Metropolitan Opera New York auf, wenige Monate später an der Scala in Mailand und dem Londoner Royal Opera House. Die "Süddeutsche Zeitung" schreibt nach dem Absturz der German Wings-Maschine: "Sowohl als Opern-, als auch Konzert-Sängerin nahm sie zahlreiche weitere Engagements in Deutschland und Europa wahr. Im Sommer hätte sie in 'Rheingold' und 'Götterdämmerung' ihr Bayreuth-Debüt geben sollen."


Für einen Auftritt in Barcelona

Maria Radner war mit ihrer Familie nach Barcelona für einen Auftritt am Gran Teatre del Liceu gereist. Das katalanische Opernhaus an den Ramblas gilt als profilierte Bühne für die Werke von Richard Wagner. Die Düsseldorferin war im "Liceu" als Erda in Wagners "Siegfried" zu sehen und zu hören, ein vielumjubelter Auftritt.


Neben der Deutschen trat der auch bekannte Bassbariton Oleg Bryjak (54) auf, auch er war Passagier auf dem Todesflug von Barcelona nach Düsseldorf. Der gebürtige Kasache war seit der Spielzeit 1996/97 Sänger an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf. "Wir haben mit Oleg Bryjak einen großartigen Interpreten und einen großartigen Menschen verloren. Wir sind fassungslos", so betrauert Generalintendant Christoph Meyer seinen Star.


Und in einer Pressemitteilung der Bayreuther Festspiele heißt es: "Die Festspiele verlieren mit Oleg Bryjak einen großartigen, vitalen Künstler, der 2014 als Alberich sein verheißungsvolles Bayreuth-Debüt gab und diese Partie auch in diesem Jahr verkörpern sollte."

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