Grimme-Preis: Jan Böhmermanns 'Varoufake' ausgezeichnet

Grimme-Preis: Jan Böhmermann gewinnt mit dem #Varoufake
Jan Böhmermann erhält den Grimme-Preis in der Kategorie Unterhaltung/Spezial/Innovation © ddp images

Die Grimme-Preise 2016 haben ihre Preisträger gefunden. Jan Böhmermann erhält den Preis in der Kategorie Unterhaltung/Spezial/Innovation für sein Satire-Video "Varoufake" in der Sendung "Neo Magazin Royale" (ZDFneo). Eine Nacht habe er die Medien mit dem Varoufakis-Video und den hinein geschmuggelten Stinkefinger in Aufruhr versetzt und es sei ihm zu verdanken, dass es für die deutsche Medienlandschaft 2015 einen Moment des Innehaltens gab, heißt es in der Begründung der Jury.

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Alle Preisträger

Auch Olli Dittich bekommt den Grimme-Preis in der Kategorie Unterhaltung/Spezial/Innovation für "Schorsch Aigner" (WDR) sowie "Streetphilosophy" (RBB/ARTE). Dittrich überzeugte die Jury dadurch, dass er die Dinge so zeige, wie sie sind. Die Macher von "Streetphilosophy" schaffen es dagegen, in einem Format, dass für seine Oberflächlichkeit bekannt sei, in kurzen Folgen, tiefe Themen zu behandeln.

 

Serien im Aufwind

 

Die Preisträger in der Kategorie Fiktion/Spezial sind "Patong Girl" (ZDF), "Deutschland 83" (RTL), "Weissensee" (MDR/DEGETO) und "Weinberg" (TNT Serie). In der Kategorie Information & Kultur/Spezial überzeugten "Die Folgen der Tat" (WDR/SWR/NDR), "Göttliche Lage" (WDR/ARTE), "Marhaba - Ankommen in Deutschland" (n-tv), "Tödliche Exporte" (SWR/BR) und "Vom Ordnen der Dinge" (ZDF/ARTE). Im Bereich Kinder & Jugend / Innovation setzen sich "Club der roten Bänder" (VOX) und "ENE MENE BU" (KiKA) durch. Der Publikumspreis der Marler Gruppe geht an "Kunst und Verbrechen" (ZDF/3sat).

Der "Club der roten Bänder" zeigt das Leben von todkranken Jugendlichen im Krankenhaus und verfüge dabei über einen ganz besonderen Ton: positiv, optimistisch, lebensbejahend. Die Jury schreibt dem Format einen entwaffnendem Charme und den passenden Galgenhumor zu. Die achtteilige Spionageserie "Deutschland 83" schaffe es dagegen, das Lebensgefühl der frühen Achtzigerjahre zwischen nuklearer Paranoia und esoterischer Befreiung einzufangen. Nie zuvor sei es geglückt, die deutsch-deutsche Geschichte mit solchem Tempo und Einfallsreichtum zu erzählen.

Mit "Marhaba - Ankommen in Deutschland" hat erstmals ein Format gewonnen, das für das Netz produziert wurde und dort zugänglich gemacht wurde. Das junge Team um Constantin Schreiber habe, so die Jury, schnell und pragmatisch klassisches Aufklärungsfernsehen umgesetzt. Die Preisverleihung findet am 8. April im Theater der Stadt Marl statt, dort befindet sich der Sitz des Grimme-Instituts.

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