Gina-Lisa Lohfink: "Ich will, dass das heute ein Ende hat"

So zeigt sich Gina-Lisa Lohfink bei Gericht
So brav zeigt sich Gina-Lisa Lohfink bei Gericht © dpa, Jörg Carstensen, car jhe

Darum ist Gina-Lisas Mutter heute beim Prozess nicht bei ihr

Nach turbulenten Verhandlungstagen nähert sich der Prozess um Gina-Lisa Lohfinks angebliche Vergewaltigung dem Ende. Kein einfacher Gang für das TV-Sternchen: "Mir geht es nicht so gut", gesteht sie dem RTL-Team vor dem Gerichtsgebäude. "Ich will, dass das heute ein Ende hat." Die ehemalige 'GNTM'-Aspirantin geht äußerst schlicht und hochgeschlossen gekleidet zu ihrem vielleicht letzten Gerichtstermin, das Haar simpel zum Pferdeschwanz gebunden, auf der Nase eine große schwarze Brille.

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Und sie geht ohne eine für sie sehr wichtige Person: ohne ihre Mutter Petra Meyer. Der geht es nicht so gut damit, dass Details aus dem Intimleben ihrer Tochter in der Öffentlichkeit verhandelt werden. Bis jetzt hat sich die Altenpflegerin, die ihre drei Töchter im hessischen Fachwerkstädtchen Seligenstadt allein groß gezogen hat, nicht geäußert. Aber am Wochenende hat sie mit einer RTL-Reporterin über ihre Gefühle gesprochen. Das Interview soll das einzige dieser Art bleiben.

Petra Meyer und ihre Tochter Gina-Lisa Lohfink beim RTL-Interview
Petra Meyer (l.) und ihre Tochter Gina-Lisa Lohfink beim RTL-Interview

"Da ist Wut und Hass, das ist ganz furchtbar als Mutter", platzt es aus Petra Meyer heraus. Wenn dem eigenen Kind so etwas passiert, und daran glaubt Petra Meyer, dann bricht von einer Sekunde zur nächsten eine ganze Welt zusammen. "Ich kann nachts nicht schlafen, das ist wie ein Alptraum." Und so ging es ihr von Anfang an, als Gina-Lisa nach jener Nacht des 2. Juni 2012, in der sie, nach ihrer Aussage gegen ihren Willen, Sex mit zwei Männern hatte, zu ihrer Mutter nach Hause kam.

Dann lädt einer der Täter ein Sexvideo aus jener Nacht im Internet hoch. "Da liefen die Tränen", erinnert sich Mutter Meyer, "da wollte ich einfach nur alleine sein." Das ganze Video hat sie sich nicht angucken können. Aus den gleichen Gründen bleibt sie auch dem Prozess fern, in dem sich ihre Tochter Gina-Lisa dagegen wehrt, dass sie die mutmaßlichen Täter zu Unrecht beschuldigt haben soll.

Um zu klären, ob ihre Beschuldigungen stimmen, muss ein Gericht darüber befinden, ob sie tatsächlich vergewaltigt wurde. Und so wurden auch vor Gericht Passagen aus dem Sex-Tape abgespielt, die für die Zuschauer zumindest im Ton zu hören waren und von Gutachtern detailliert beschrieben wurden. Daher kommt es für sie nicht in Frage, ihre Tochter zu den Verhandlungen zu begleiten. "Das würde mir einfach zu weh tun. Wenn ich bei Gericht sitzen würde, würde ich alle guten Manieren, die ich habe, verlieren. Ich glaub, da würde ich mich vergessen."

Wenn Gina-Lisa für schuldig befunden würde, könnte Petra Meyer die Welt nicht mehr verstehen. Gina-Lisa selbst hingegen gibt sich trotz der Aufregung, die man ihr deutlich anmerkt, kämpferisch: Sie will notfalls in Berufung gehen - oder lieber in den Knast, statt ein Bußgeld für falsche Beschuldigung der mutmaßlichen Täter zu zahlen.

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