Gina-Lisa Lohfink: Ein Beschuldigter meldet sich erstmals zu Wort

Gina-Lisa Lohfink: Erstmals meldet sich ein Beschuldigter zu Wort
Der Prozess um Gina-Lisa Lohfink geht am 8. August weiter © imago/Olaf Wagner

Ist Gina-Lisa Lohfink (29) vergewaltigt worden oder nicht? Vor einem Berliner Gericht soll dies geklärt werden. Der nächste Prozesstag ist für den 8. August angesetzt. Auch in den Medien wird der Prozess um die Vergewaltigungsvorwürfe seit Wochen hitzig diskutiert. Nun hat sich erstmals einer der beschuldigten Männer öffentlich zu dem Fall geäußert. "Es waren keine Drogen im Spiel und es hat auch keine Vergewaltigung stattgefunden", erklärte Party-Veranstalter Sebastian P. nach Informationen der "Bild"-Zeitung im "Sat.1-Frühstücksfernsehen".

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Im "Sat.1-Frühstücksfernsehen"

Der 32-Jährige habe "keine Sekunde gedacht, dass sich das 'Hör auf' auf den Sex beziehen könnte". Im Video, das es von der besagten Nacht aus dem Jahr 2012 gibt und von dem Auszüge im Netz zu sehen waren, ist zu hören, wie Gina-Lisa Lohfink "Hör auf" sagt. Sie soll laut der Schilderung des Party-Veranstalters folgendes gesagt haben: "Komm nicht so nah mit der Kamera, hör auf zu filmen." Zuvor sei die 29-Jährige mit dem zweiten Beschuldigten zu ihm nach Hause gekommen. Es sei - so P. - von Anfang an klar gewesen, "dass wir einen schönen Abend haben und alle Sex haben".

 

Aussage gegen Aussage

 

Gina-Lisa Lohfink hat aber Anzeige erstattet. Im Mai 2014 wurde die Anklage jedoch fallen gelassen. Die beiden Männer mussten wegen der Verbreitung des Video-Materials Geldstrafen zahlen. Diese Verbreitung sei nicht in seinem Interesse gewesen, versichert der 32-Jährige nach Angaben der "Bild". Gina-Lisa Lohfink muss sich nun vor Gericht wegen mutmaßlich falscher Vorwürfe verantworten. Zu ihrem Verhalten hat P. eine klare Meinung: "Zum Verhalten von Gina-Lisa muss ich leider sagen, dass es nicht lobenswert ist, wenn ein Mensch vor Gericht lügt."

Der 32-Jährige zeigt sich zudem reumütig: "Ich war zwar zu der Zeit Single, war ja auch alles einverständlich von mir und von ihr, trotzdem bereue ich es natürlich sehr." Denn diese Nacht habe sein Leben zerstört. Er habe seine Arbeit verloren und sein Ansehen. Ob am 8. August bereits ein Urteil gefällt wird, bleibt abzuwarten.

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