Gina-Lisa Lohfink bricht bei Sex-Video-Prozess weinend zusammen

Sex-Video-Skandal: Gina-Lisa Lohfink muss sich in Berlin vor Gericht verantworten
Gina-Lisa fühlt sich "vom Opfer zur Täterin" gemacht © dpa, Klaus-Dietmar Gabbert

Gina-Lisa Lohfink: Dramatische Szenen vor Gericht

Es sind dramatische Szenen, die sich bei der Gerichtsverhandlung um Gina-Lisa Lohfink abspielten. Das Model muss vor dem Berliner Landgericht erscheinen, um sich wegen des Vorwurfs der Falschaussage zu verantworten.

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Im Juni 2012 hat die ganze Geschichte begonnen. Damals tauchte ein Video auf, das Gina-Lisa mit zwei Männern beim Sex zeigte. Die Blondine hatte die beiden anschließend der Vergewaltigung beschuldigt. Doch das angeblich zu Unrecht. Nun kam es also zum Prozess. Was dann während einer Unterbrechung passierte, hätte aus einem Drehbuch stammen können.

Gina-Lisa verlässt aufgebracht den Gerichtssaal, auf dem Flur hinter ihr stehen drei junge Männer mit Migrationshintergrund. „Wer seid ihr überhaupt? Warum seid ihr hier? Ihr dürft hier überhaupt nicht sein“, so Lohfink zu den Männern. An eine Gerichtsmitarbeiterin gerichtet sagt sie: „Die machen die ganze Zeit Videos.“ Dann schreien sich die beiden Parteien an. Die Ausdrücke ersparen wir Ihnen an dieser Stelle. Als Gina-Lisa mit ihrem Anwalt den Flur verlässt, schreit einer der Männer immer lauter: „Das ist eine Lügnerin, Gina du Lügnerin.“ Dann greifen Justizbeamte ein. Eine Gerichtssprecherin erklärt die Situation im Interview mit RTL so: „Es hat hier eben eine Auseinandersetzung mit einigen Zuschauern gegeben. Es steht der Vorwurf im Raum, dass diese Zuschauer verbotene Aufnahmen im Gerichtssaal gefertigt haben. Das konnten wir so nicht verifizieren, aber die Personen sind des Hauses verwiesen worden.“

Plötzlich werden die Journalisten gebeten, die Kameras auszuschalten. Gina-Lisa sei auf der Toilette zusammengebrochen. “Unsere Mandantin ist gerade auf der Toilette zusammengesackt und ist gerade bei der Krankenschwester des Gerichts. Sie hat uns aber gesagt, dass sie völlig am Ende sei und ich glaube, dass es heute nicht mehr weitergeht“, so Burkhard Benecke, der Anwalt des Models im Interview mit RTL.

Der eigentliche Skandal: Den Reportern wurde von den drei Männern auf dem Flur Videomaterial aus dem Gerichtssaal angeboten, was diese ablehnten. Darauf angesprochen sagt die Gerichtssprecherin: „Die Situation ist ein wenig eskaliert, weil die Herren in der Haupthalle rumgeschrien haben. Deshalb war uns wichtiger, dass wir die Herren hinausbegleiten. Wir hatten keinen konkreten Anhaltspunkt, dass Videoaufnahmen gemacht wurden.“ Offenbar wurden aber welche gemacht und die Männer sind damit über alle Berge. Auf die Frage, ob man die Personalien der Männer aufgenommen habe, antwortet sie nur knapp: „Nein“ und bricht das Interview dann ab.

Innerhalb von drei Wochen muss das Verfahren nun fortgesetzt werden.

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