Gesine Cukrowski: Ich war idealistisch und naiv

Gesine Cukrowski: Ich war idealistisch und naiv
Gesine Cukrowski © Cover Media, CoverMedia
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Die erste Zeit als Schauspielerin

Bei Gesine Cukrowski (47) hat sich ihre eigentliche Berufung erst spät offenbart.

Die Darstellerin ('Die Spiegel-Affäre') hatte eigentlich Germanistik und Theaterwissenschaft studiert und erst währenddessen ihre Leidenschaft zur Schauspielerei entdeckt. Ein Richtungswechsel musste her. Doch Mut brauchte sie für diese Entscheidung nicht.

"Ich war damals idealistisch und sehr naiv", gestand sie im 'Alverde'-Magazin. "Ich habe an mich geglaubt und mir viel erkämpft. Bei Vorsprech-Terminen bin ich auch öfter durchgefallen. Das hat mich dann eher angespornt, noch härter zu arbeiten."

Mittlerweile ist Gesine Cukrowski erfolgreich in ihrem Beruf, hat so gut wie jede Rolle schon gespielt. Aber es gibt auch bei ihr Grenzen, denn nicht jeder Charakter ist für sie spielbar.

"Figuren, an die ich emotional nicht anknüpfen kann, weil ich deren Motivation nicht verstehe. Aus Rache oder Eifersucht zu töten, das kann ich abstrakt nachvollziehen. Aber beispielsweise eine Frau zu spielen, die merkt, dass ihr Kind missbraucht wird, und dann nichts unternimmt - das entzieht sich meiner Vorstellungskraft."

Glücklicherweise gibt es genug Rollen, die sie darstellen kann. Von 1998 bis 2007 war sie Judith Sommer in der ZDF-Serie 'Der letzte Zeuge'. "Mit ihr habe ich zehn prägende Jahre verbracht", meinte die Künstlerin einst im Interview mit 'abendzeitung-muenchen.de'. Prägend war diese Rolle also, doch was war die herausforderndste Situation? "Mit einem Rückwartssalto nach einer Explosion von einem Schiff springen", strahlte Gesine Cukrowski.

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