'Germany's Next Topmodel' wird bis 2019 verlängert: Heidi Klum reitet weiter auf der Erfolgswelle

Neuer Höhenflug: Heidi Klum ist nicht zu stoppen
Heidi Klum und ihr "GNTM" bringen ProSieben seit neuestem wieder bessere Quoten © Tinseltown / Shutterstock.com

Wenn Heidi Klum (42) eine neue Staffel ihres Casting-Evergreens "Germany's next Topmodel" ("GNTM") startet, lächelt sie honigsüß und sagt diesen einen Satz: "Nur eine kann gewinnen". Das ist im Zweifelsfall sie. Gerade hat sie schon wieder gewonnen. Trotz wachsender Kritik an ihrem TV-Format wird "GNTM" weiter produziert. So berichtet die "Bild"-Zeitung, dass die Castingshow in die "nächsten Runden" gehen soll. Dem Bericht zufolge wird nicht nur die bereits verkündete Staffel im nächsten Jahr, sondern auch zwei weitere 2018 und 2019 im deutschen TV laufen.

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"GNTM" bis 2019 verlängert

Der neue Höhenflug steht für die Omnipräsenz einer erfolgreichen Frau, die scheinbar keine Grenzen nach oben kennt. Ist Heidi Klum nicht zu stoppen? Und warum ist sie so erfolgreich, in einem Alter, in dem sich die meisten ihrer Kolleginnen vom einträglichen Model-Job eher verabschieden?

 

Sattes Gesamtvermögen

 

Klum hat offenbar das berühmte Näschen für Erfolg. Obwohl der Catwalk, wo elitäre Modelabels ihre Kreationen präsentieren, eigentlich nie ihr Zuhause war (im Gegensatz zu Claudia Schiffer), gehört Klum, deren Gesamtvermögen auf über 50 Millionen Euro geschätzt wird, zu den bestbezahlten Models der Welt.

Nach dem Abitur in Bergisch Gladbach und ihrer Entdeckung in Thomas Gottschalks Late Night Show startete sie mit einem 300.000 Dollar-Vertrag und ging in die USA. Eigentlich hatte sie ja Modedesignerin werden wollen, doch die Möglichkeiten in Amerika waren offenbar einfach verlockender für die junge Deutsche.

 

Durchbruch mit der "Sports Illustrated"

 

1998 gelang ihr mit einem Coverfoto der US-amerikanischen Zeitschrift "Sports Illustrated" der große Durchbruch. Danach gehörte sie zur Stammbesetzung der Dessous-Firma Victoria's Secret und schmückte viele Titelblätter berühmter Zeitschriften wie "Vogue" und "Elle". Klum hatte es geschafft: Sie war zu einem internationalen Werbegesicht, einer Allzweckwaffe der Werbeindustrie geworden.

Den großen Werbekampagnen von Wirtschaftsgiganten wie McDonald's, American Express, Diet Coke, Volkswagen, Siemens, Braun, Nike oder H&M gab sie ihre frische, unkomplizierte Ausstrahlung. So wurde Heidi Klum, die längst die US-amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, zur in den USA bekanntesten Deutschen - und das noch vor Angela Merkel. Sie tauchte im US-Fernsehen nicht nur in Werbepausen auf, sondern auch in Filmen und Serien, hatte zum Beispiel Gastauftritte bei "How I Met Your Mother", "Desperate Housewives", "Sex and the City" oder "Der Teufel trägt Prada".

2004 begann sie in den USA mit der Fernsehshow "Project Runway". Klum moderiert die Sendung, ist Jury-Vorsitzende und Produzentin. In dem Castingformat wird der beste Amateur-Designer gesucht.

 

Kein Oscar oder Grammy wird ohne Klum verliehen

 

Darüber hinaus ist sie auf allen großen Show-Events präsent. Permanent. Keine Oscar-Verleihung, keine Golden Globes, keine Grammys und keine Filmfestspiele von Cannes ohne Heidi Klum. Und in den USA gilt sie überdies als die populäre "Halloween-Queen", die jedes Jahr eine rauschende Party veranstaltet und mit ihren ausgefallenen Kostümen immer wieder für Überraschungen sorgt.

Dieses internationale Image kommt auch ihrem deutschen Casting-Format "GNTM" zugute. Klum bringt internationalen Flair und den Hauch der großen weiten Welt in die Show, die mit ihrer jüngsten Staffel von 2016 wieder den Quotenanteil steigern konnte. Im Durchschnitt sahen 2,73 Millionen und 8,9 Prozent aller Zuschauer ab drei Jahren die Sendung. Der Senderschnitt von ProSieben lag 2014/15 bei 5,5 Prozent für das Gesamtpublikum und bei 11,1 Prozent bei der "werberelevanten" Zielgruppe. Diese Werte übertraf "GNTM" deutlich - es war die erfolgreichste Staffel seit 2011. Von der begehrten Gruppe der "werberelevanten" 14- bis 49-Jährigen schalteten 1,89 Millionen und 17,2 Prozent ein, bei den Jugendlichen (14 bis 19 Jahre alt) sogar bis zu 40 Prozent.

 

"Topseller" made by "GNTM"

 

Diese Zahlen erklären Klums starkes Standing bei den Managern von ProSieben. Sie verdient für den Sender großes Geld. Die "Zeit" schreibt: "GNTM ist die Cashcow deutscher Castingshows. Zwar produziert sie nur selten Topmodels, doch durch die Verschränkung von Marketing und TV-Show sorgt GNTM für viele Topseller." Nach einer Studie des Münchner Mediamonitors XAD wurden 2015 pro Folge durchschnittlich 94 Werbespots gezeigt, das Brutto-Mediavolumen lag bei 55 Millionen Euro.

Laut "Zeit" werden Unternehmen "mit geschickten Werbepaketen gelockt: klassische Spots in den Werbepausen, Schminktipps für die Kandidatinnen in der Sendung, Werbeaufsteller in Geschäften... Ob sich die Teilnehmerinnen mit speziellen Bürsten das Gesicht reinigen oder rosafarbene Bademäntel tragen - kein Detail bei GNTM ist unbezahlt." Und für spontane Anfragen nach dem Dreh gebe es digitales Product-Placement.

 

Bonus für den Casting-Erfolg

 

An diesem wirtschaftlichen Erfolg hat auch Heidi Klum ihren Anteil. Den lässt sie sich gut bezahlen. Wie "Bild" berichtet, soll die Model-Mama angeblich einen siebenstelligen Bonus bekommen haben, da die jüngste Staffel "GNTM" auch die erfolgreichste seit fünf Jahren war.

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