Germanwings-Absturz: Spaniens Royals brechen Besuch ab

Germanwings-Absturz: Spaniens Royals brechen Besuch ab
Ringen um Haltung: Königin Letizia (re.) und König Felipe VI. (Mitte) im Gespräch mit Gastgeber François Hollande © twitter.com/casareal

Wegen des Flugzeugabsturzes in Südfrankreich haben Königin Letizia (42) und König Felipe VI. (47) von Spanien ihren Staatsbesuch bei Frankreichs Präsident François Hollande (60) kurzerhand abgebrochen. Das erklärte König Felipe zusammen mit Präsident Hollande in einer spontanen Pressekonferenz vor dem Élysée-Palast. Die Website der spanischen Königsfamilie bestätigt das abrupte Ende eines Besuches, der die Freundschaft der beiden Nationen betonen sollte.

Abreise aus Frankreich

Das Königspaar landete um 11.30 Uhr in Paris

Als Spaniens Monarchen am heutigen Dienstagvormittag um 11.30 Uhr am Flughafen von Paris-Orly gelandet sind, waren sie in Erwartung eines schönen Tages anlässlich ihres Staatsbesuches bei Präsident Hollande. Doch als die Berichte von dem schrecklichen Flugzeugabsturz einer Germanwings-Maschine gut 800 Kilometer weiter im Süden des Landes sie erreichten, war keinem der Teilnehmer mehr nach Feiern zumute: Der Airbus A320 war auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf verunglückt und laut Medienberichten hat wahrscheinlich keiner der 150 Insassen überlebt.


45 Reisende mit spanischen Nachnamen

Zur Nationalität der Opfer hat sich Germanswings-Chef Thomas Winkelmann auf einer ersten Pressekonferenz des Unternehmens zunächst nur zurückhaltend geäußert: Aber nach ersten Angaben der Airline sind neben den 67 deutschen Staatsbürgern auch zahlreiche spanische Opfer. Auf der Passagierliste des Flugzeugs standen nach Angaben der spanischen Vizeregierungschefin Soraya Sáenz de Santamaría (43) insgesamt 45 Reisende mit spanischen Nachnamen. Um die Angehörigen der Opfer zu unterstützen, wollen die Royals noch heute zurück in ihre Heimat fliegen - mit einem mulmigen Gefühl.

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