George Clooney: "Die Oscars bewegen sich in die falsche Richtung"

George Clooney: "Die Oscars bewegen sich in die falsche Richtung"
George Clooney © Cover Media

George Clooney (54) glaubt, dass die Oscars früher besser waren.

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Enttäuscht von der Academy

Schon das zweite Jahr in Folge haben die Oscar-nominierten Schauspieler und Schauspielerinnen eins gemeinsam: Sie sind alle weiß. Das wurmt zahlreiche schwarze Stars, aber auch so manchen hellhäutigen Leinwand-Helden. So zum Beispiel George ('A World Beyond'), der selbst einen Oscar sein Eigen nennt.

"Wenn man mal zehn Jahre zurückdenkt, dann hat die Academy damals einen besseren Job gemacht", befand der Schauspieler im Gespräch mit 'Variety'. "Denkt mal drüber nach, wie viele Afroamerikaner damals nominiert waren. Ich finde, dass Afroamerikaner völlig Recht damit haben, dass die Industrie sie nicht gut repräsentiert. Ich halte das für absolut wahr."

Während vor rund zehn Jahren schwarze Schauspieler noch für ihre Leistungen anerkannt wurden, sei dies heute nicht mehr der Fall, so George Clooney. "Plötzlich hat man das Gefühl, dass wir uns in die falsche Richtung bewegen."

In diesem Jahr hätte Will Smith (47) für seine Darstellung in 'Erschütternde Wahrheit' nominiert werden müssen, meint der Hollywoodstar. Und auch Michael B. Jordan hätte in 'Creed – Rocky’s Legacy' eine ausgezeichnete Leistung abgelegt. Im letzten Jahr fehlte George zufolge derweil die Regisseurin Ava DuVernay (43, 'Selma') auf der Nominierten-Liste. "Es ist meiner Meinung nach lächerlich, dass sie nicht nominiert wurde!"

Das Problem sei aber eigentlich nicht die Academy, sondern vielmehr der Mangel an Möglichkeiten, der viele afroamerikanische Schauspieler einschränke. "Für Lateinamerikaner ist es noch schlimmer. Wir müssen da wirklich etwas gegen tun. Wir haben das früher besser gemacht", seufzte George Clooney.

Cover Media

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