Hollywood Blog by Jessica Mazur

Gefährlicher Trend: T-Shirts preisen Medikamente an

Gefährlicher Trend: T-Shirts preisen Medikamente an
Gefährlicher Trend: T-Shirts preisen Medikamente an © Bilderquelle: Jessica Mazur

von Jessica Mazur

Geschmacklos, kritisch oder cool? Wenn es um die neusten Shirts der Szeneboutique KITSON geht, dann gehen die Meinungen der Leute hier in Hollywood weit auseinander. Doch eins ist klar: die T-Shirts sind derzeit the talk of the town. Die Kollektion, die der Designer Brian Lichtenberg für KITSON entwarf, umfasst T-Shirts für Jungs und Mädchen, die auf den ersten Blick aussehen wie Sporttrikots.

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Doch anstatt der Namen von berühmten Basketball- oder Fußballstars, zieren die Begriffe XANAX, ADDERALL oder VICODIN den Rücken. Dabei handelt es sich um verschreibungspflichtige Medikamente, die u.a. bei ADD (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen) oder Angstzuständen verschrieben werden, hier in Hollywood aber nur zu gerne als Rausch- oder Diätmittel missbraucht werden.

So ist es zum Beispiel ein offenes Geheimnis, dass viele Stars Adderall schlucken (Lindsay Lohan, Paris Hilton, Britney Spears...), weil das Medikament extrem den Appetit zügelt. Extrem viele Schauspielerinnen halten sich auf diese Weise in Size Zero Form.

Doch die Medikamente können nicht nur süchtig machen, sie sind auch hochgefährlich. Gerade viele junge Leute in Hollywood poppen die Pillen wie man hier so schön sagt, mit Alkohol oder mischen sie mit anderen Drogen. Ein Cocktail, der durchaus tödlich enden kann. Xanax und Vicodin gehörten zum Beispiel zu den Medikamenten, die man im Blut des toten Heath Ledger fand. Vicodin fand man auch im Blut von Brittany Murphy, während Whitney Houston und Anna Nicole Smith laut Autopsieberichten vor ihrem Tod u.a. Xanax schluckten.

Trotzdem sind die Medikamente scheinbar so cool, dass die Leute in Hollywood damit auf dem Rücken herumlaufen wollen. KITSON´s Werbeslogan zu den Shirts lautet: Schmeiß` eins über und schon fühlst du dich besser. Genau, was der Doktor verordnet hat. Und die Kids glauben scheinbar dran, denn die $58 Shirts sind, wie mir eine Verkäuferin heute auf Nachfrage bestätigte, ein echter Renner.

Doch die Shirts haben nicht nur Fans. Nachdem die ersten Fotos der Jerseys im Netz aufgetaucht sind, standen die Kritiker Kopf. Viele werfen der beliebten Boutique vor, Drogen zu verherrlichen. Die Kritikwelle wurde so groß, dass KITSON letztendlich reagierte und ankündigte, sämtliche Gewinne an die Anti-Missbrauch Einrichtung DrugFree.org zu spenden. Die finden die Shirts allerdings so geschmacklos, dass sie keinerlei Spenden von KITSON annehmen wollen.

Auch die Hersteller der Medikamente sind geschockt und wollen gegen die Verwendung der Markennamen klagen. Doch bis es soweit ist, verkauft KITSON weiterhin munter die Pillen-Shirts. Und die Leute sind so doof und greifen zu. Wie war das noch gleich? Make Shit Shine

Viele Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur

 

 

Gefährlicher Trend: T-Shirts preisen Medikamente an
© Bild: Jessica Mazur