Gary Oldman: Kein Fan von Reality-TV

Gary Oldman
Gary Oldman © Cover Media

Gary Oldman (56) glaubt, dass die Gesellschaft langsam aber sicher zugrunde geht.

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Alles sozialer Verfall!

Der britische Schauspieler ('Dame, König, As, Spion') nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um Sozialkritik geht und drückte auch in einem jüngsten Interview mit dem 'Playboy'-Magazin seine Abneigung gegen zahlreiche Aspekte der heutigen Popkultur aus. Zum einen regt ihn Reality-Fernsehen auf, zum anderen aber auch Künstler, deren Image-Pflege wichtiger scheint als ihre Kunst. "[Die Leute], die heutzutage in der Unterhaltungsindustrie als Helden gelten - hört bloß auf!", ereiferte sich Oldman. "Es ist wie das alte Sprichwort: Nur die Mittelmäßigen sind immer in Höchstform. Sie enttäuschen dich nie. Reality-TV ist wie ein Museum des sozialen Verfalls. Und was heutzutage als Musik durchgeht...Es ist alles auf diesem einen Niveau. Wer ist den jungen Menschen heute ein Vorbild? Irgendein Idiot, der verdammt nochmal nicht singen oder schreiben kann oder der mit seinem Hintern wackelt und vor Elfjährigen twerkt."

So manche Popkünstler können bei dem Hollywood-Darsteller allerdings punkten - darunter die Band Arcade Fire ('Ready to Start'), die ihm durch seine Söhne Gulliver und Charlie näher gebracht wurde.

Karrieretechnisch sieht es derweil gut aus für den Oscar-nominierten Star. Am 7. August erscheint der Science-Fiction-Film 'Planet der Affen: Revolution' in den Kinos, für den er die Rolle des charismatischen Dreyfus übernahm. Ein Teil seiner Co-Stars musste derweil in spezielle Kostüme schlüpfen, damit sie in der Postproduktion in Affen verwandelt werden konnten. "Es war schwierig, von diesen Affen umgeben zu sein - im Grunde waren sie einfach nur Schauspieler in seltsamen Tauchanzügen und mit Punkten auf ihren Gesichtern und Kameras auf ihren Köpfen", erinnerte sich Oldman lachend. "Ihr Verhalten und ihre Gesichtsausdrücke waren sehr affenähnlich, was lustig war. Aber ihr endgültiges Äußeres kam erst später - durch Rendering und Spezialeffekte."

Damit unterscheidet sich der neuste Teil des Franchises stark vom Original aus dem Jahr 1968. Damals war Hollywood-Veteran Charlton Heston (†84, 'Ben Hur') in der Hauptrolle zu sehen, hatte allerdings tierische Kollegen am Set. "Charlton Heston drehte mit echten Affen. Ich fand schon immer diese Behind-the-Scenes-Filme toll, in denen man einen Affen mit einer riesigen Zigarettenspitze oder eine Flasche Coca-Cola in seiner Hand sieht - [ich vermisse] diesen alten Filmzauber. So ist das heute nicht mehr", bedauerte Gary Oldman.

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